21.04.2015 · 3. Liga, Frauen 3. Liga, Staffel Nord · Von: pm verein

34:28 (16:16) - Frogs-Ladies feiern mühsamen Arbeitssieg in Vechta

„In der Schlussphase haben wir einfach weniger Fehler gemacht als der Gegner“, so Sebastian Schräbler, Trainer der Handball-Frauen des SV Henstedt-Ulzburg. Die Frogs-Ladies traten zum letzten Auswärtsspiel bei den SFN Vechta an, die bereits vor diesem Spiel als Absteiger in die Oberliga feststanden. Das Team um Kapitänin Tina Pejic holte einen Arbeitssieg, der ohne großen Glanz herausgespielt wurde, aber wichtig für das angeknackste Handball-Herz war.

In der Anfangsphase verlief das Spiel auf äußerst schwachem Niveau. Auf beiden Seiten mussten die Trainer zahlreiche Fehlwürfe, Abspiel- und Fangfehler notieren. Die Frogs-Ladies konnten ihre technische und taktische Überlegenheit nur punktuell andeuten, agierten im Angriff viel zu hektisch und ließen in der Abwehr die nötige Einsatzbereitschaft vermissen. So nahmen die Gastgeberinnen der SFN Vechta die Gastgeschenke gerne an und gingen beim 8:7 sogar in Führung. Es folgte endlich eine konzentrierte Phase des Schräbler-Teams. In der Abwehr entschärfte Hanna Belgardt einige Würfe aus dem Rückraum und vorne zeigten die SVHU-Handballerinnen ein präziseres Spiel. Mirlinda Hani, Marleen Völzke und Tina Pejic trafen zum 9:13. War der Knoten nun geplatzt? Nein, denn bis zum Halbzeitpfiff stellten die Frogs-Ladies das Handball-Spielen fast komplett ein. SFN Vechta glich kurz vor dem Seitenwechsel zum 16:16 aus.

Im zweiten Durchgang legten die Gastgeberinnen vor und nutzten dabei weiterhin die Lücken in der SVHU-Abwehr. „Die Abwehrleistung hat mir in dieser Phase überhaupt nicht gepasst. Uns fehlten vor allem die körperliche Bereitschaft im Zweikampf und leider auch wieder das einfache Abwehr-ABC“, kritisierte Co-Trainer Frank Hamann Richtung Defensiv-Abteilung. So konnte Vechta erneut zum 26:26 ausgleichen. Mittlerweile stand Celina Meißner im SVHU-Tor. Die Jugendnationaltorhüterin löste Hanna Belgardt ab, die bis dahin eine ordentliche Leistung hingelegt hatte. Merline Wünsche ging angeschlagen ins Spiel und wurde nur bei einem Siebenmeter eingewechselt. Endlich passte es in der Abwehr besser, weil zum einen Celina Meißner freie Wurfchancen vereitelte und zum anderen die Präzision auf Seiten des SFN deutlich nachließ. Im Angriff waren nun vor allem Annika Fimmen auf der ungewohnten linken Außenbahn und Marleen Völzke als Spielmacherin hellwach. Fimmen musste Mirlinda Hani ersetzen, die nach einem Zusammenprall mit einer gegnerischen Spielerin mit Hüftproblemen auf die Bank musste. Bis dahin hatte sich Hani mit acht blitzsauberen Toren ausgezeichnet, Fimmen legte mit ihren Treffern von links jedoch nach. Marleen Völzke war aber in der Schlussphase die entscheidende Spielerin. Entweder traf sie selbst (27:30 und 27:31 per Siebenmeter) oder setzte ihre Kreisspielerin Steffi Schoeneberg gekonnt in Szene. So stand am Ende ein mühsam erarbeitetes aber letztendlich verdientes 28:34 auf der Anzeigetafel.

„Auch wenn es kein glänzender Sieg war, tut er uns allen nach der jüngsten Niederlagenserie gut. Wir hoffen, dass wir uns damit unser Selbstvertrauen zurückgeholt haben und im letzten Saisonspiel in eigener Halle eine entsprechende Leistung zeigen können“, kündigte Team-Manager Stefan Schubert das kommende Wochenende an. Die Frogs-Ladies empfangen am Samstag den TSG Wismar (Anwurf 17:00 Uhr) und freuen sich auf viele Zuschauer beim Saison-Ausklang.

SV Henstedt-Ulzburg: Hanna Belgardt, Celina Meißner, Merline Wünsche; Stefanie Schoeneberg (3), Janicke Bielfeldt, Rebecca Allmenröder, Laura Neu (2), Annika Fimmen (4), Tina Pejic (7), Janne Hübner (2), Marleen Völzke (8/4), Alina Wandschneider, Inga Schlegel, Mirlina Hani (8).

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