Trotz der verkorksten Saison konnten sich die Schweriner Handballerinnen auf die Unterstützung der fans verlassen. - Foto: Ralf Grünwald

21.04.2015 · 3. Liga, Frauen 3. Liga, Staffel Nord · Von: pm verein

Es hat wieder nicht gereicht - GW Schwerin verliert hauchdünn gegen die HSG Kropp-Tetenhusen

Es war sehr knapp, aber am Ende reichte es leider wieder nicht. Mit 33:34 verloren die Grün Weißen ihr letztes Heimspiel gegen den Tabellenvierten aus Kropp-Tetenhusen. Dabei wäre ein Unentschieden wohl für beide Teams ein gerechtes Ergebnis gewesen.

Die Schwerinerinnen begannen sehr engagiert und vielversprechend, spielten zunächst auf Augenhöhe mit dem Favoriten. Garant dafür war eine sehr stark haltende Andrea Klasen, die klasse spielte, zahlreiche klare Chancen vereitelte und unter anderem zwei Siebenmetern hielt. Sie sorgte auch dafür, dass es bis zum 11:11 nach 22 Minuten sehr ausgeglichen auf dem Parkett zuging. Schwerin spielte seine Angriffe aus, minimierte die technischen Fehler und war von allen Positionen erfolgreich. Vor allem Meike Schult (5 Tore), die am Vormittag noch mit der A- Jugend im Pokalhalbfinale spielte, und Wendy Künzel (7) machten es der Kropper Torfrau sehr schwer.

Das konnte dem Trainer der Gäste, Thomas Carstensen nicht gefallen, so nahm er recht früh seine Auszeit. Trotzdem blieben die Gastgeberinnen am Drücker, nutzten die sich bietenden Torchancen konsequent und gingen nach schönem Konter von Steffi Dube erstmals mit zwei Toren in Führung. Doch dabei blieb es nicht, denn Grün Weiß legte noch einmal nach und erzielte mit dem Halbzeitpfiff sogar die 16:12 Halbzeitführung. Wer hätte das gedacht.

Allerdings ging es so spektakulär leider nicht weiter. Kropp Tetenhusen wechselte zunächst die Torfrau und nahm außerdem Wendy Künzel etwas offensiver, zwei Maßnahmen, die Früchte trugen. Der Vorsprung der Gastgeberinnen schmolz und nach gespielten 44 Minuten war der Ausgleich wieder hergestellt. Vier Tore sind in dieser Sportart schnell wieder aufgeholt. Innerhalb von nur drei rabenschwarzen Minuten machten die Gäste aus einem 22:19 ein 22:24. Trotzdem brachen die Damen von Trainer Andreas Sarakewitz nicht komplett ein, denn auf den Halbpositionen sorgten die eingewechselte Adriana Celka mit vier und Tini Wolter mit fünf Toren nach der Halbzeit für ausgeglichene Verhältnisse.

Leider häuften sich nun die technischen Fehler, dazu hatte Anna Pöschel etwas Pech im Tor, was die Gäste wieder in die Vorhand brachte. Als es zwei Minuten vor Spielende gar 31:34 aus Schweriner Sicht stand, schien alles gelaufen. Aber die Schwerinerinnen bäumten sich noch einmal auf, erzielten nach einem Timeout 90 Sekunden vor Schluss gleich zwei Tore in Folge durch Laas und Celka. Den letzten Angriff spielten die Gäste jedoch routiniert zu Ende und feierten dann den knappen 33:34- Erfolg, während Schwerin wie so oft in letzter Zeit lange gut mitspielte, aber am Ende ohne zählbaren Erfolg dastand.

Trotzdem sollte dieses Engagement des Teams dem Trainerstab und den Verantwortlichen Mut machen, denn das Ziel sofortiger Wiederaufstieg ist mit einer derartigen Leistung und einer fast identischen Mannschaft mehr als realistisch. Zu diesem Ergebnis kamen Mannschaft, Verein und Sponsoren im Übrigen auch bei der anschließenden kleinen Talkrunde auf dem Parkett, als es um die weitere Entwicklung im Verein Grün Weiß ging. Dazu jedoch an dieser Stelle später mehr. Die Fans waren am späten Nachmittag jedenfalls noch lange in der Halle bei Freibier und von den Spielerinnen selbstgebackenen Kuchen.

GW Schwerin: Pöschel, Klasen; Laas 6, Künzel 7/3, Nawrot 1, Schult 5, Wieck, Dube 3, Evangelidou, Wolter 7/2, Panzer, Celka 4.

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