Torjägerin Naina Klein enttäuschte wie schon im Heimspiel gegen Vechta auf der ganzen Linie und steuerte nur zwei Treffer zur Niederlage in Aldekerk bei. Viel zu wenig für die ambitionierte Rückraumspielerin. – Foto: Verein

10.04.2018 · 3. Liga, Frauen 3. Liga, Staffel West · Von: pm verein

Meister blamiert sich im Derby

Ausgerechnet im Lokalderby beim TV Aldekerk hat sich der TuS Lintfort im ersten Spiel nach dem Erringen des Westdeutschen Meistertitels bis auf die Knochen blamiert. Bei der 27-28 Niederlage blieben die Lintforterinnen vieles schuldig und enttäuschten den mitgereisten Anhang auf der ganzen Linie.

„Was wir in der ersten Halbzeit geboten haben, war unterirdisch. Aldekerk war in allen Belangen überlegen. Mit so einer Einstellung kann man keinen Blumentopf gewinnen“ zeigte sich Lintforts Trainerin Bettina Grenz-Klein verärgert über die extrem lasche Einstellung ihrer Mannschaft. „Das zieht sich jetzt schon einige Spiele durch den letzten Teil der Saison. Eben seitdem wir einen so großen Vorsprung hatten, dass der Gewinn der Meisterschaft nur noch eine Formsache war. Aber so wird das nicht für die anstehende Aufstiegsrunde reichen“ erklärt Grenz-Klein den anhaltenden Leistungsverlust ihrer Mannschaft.

Aldekerk hatte von Beginn an läuferisch viel investiert und mit einer aggressiven Abwehr auf Fehler der Gäste spekuliert, die dann auch zahlreich eintraten. Über 6-2 baute der TVA seine Führung auf 13-6 aus und führte den Meister nach allen Regeln der Kunst vor. Erst zum Ende des ersten Spielabschnittes fand der TuS besser ins Spiel und verkürzte auf 12-16 zur Pause. Als nach dem Seitenwechsel schnell mit 16-17 der Anschluss gelang gab es noch Hoffnung im Lintforter Lager, das Spiel drehen zu können. Aber Aldekerk hielt dagegen und viele individuelle Fehler bedeuteten die zweite Auswärtsniederlage in Folge für den Tabellenführer.

„Einige Spielerinnen glauben, wir veranstalten jetzt ein Schaulaufen der Meister und können dann zu den Play-Off Spielen den Schalter umlegen. Das wird so nicht funktionieren und ich bin froh, dass wir nun mit Gräfrath und Köln die beiden stärksten Teams der Liga vor der Brust haben. Da werde ich genau beobachten, wer sich reinhängt. Und das wird die Aufstellung für die Aufstiegsspiele deutlich beeinflussen“ gibt sich Bettina Grenz-Klein kämpferisch.

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