12.12.2017 · 3. Liga, Frauen 3. Liga, Staffel Nord · Von: pm verein

Frogs-Ladies nach Pflichtsieg in Stade weiter in Lauerstellung

Mit einer Tina Genz in Torlaune traten die Frogs-Ladies beim Tabellenschlusslicht in Stade an. Gegen den VfL holten die Handball-Frauen des SV Henstedt-Ulzburg in der 3. Liga Nord einen ungefährdeten 20:29-Sieg. Da Liga-Primus Frankfurter HC in Jörl patzte, rückt die Tabellenspitze wieder ganz eng zusammen.

Nach einer sehr starken Leistung in Harrislee ging der heimische VfL Stade selbstbewusst in die Partie gegen die Frogs-Ladies und wollte endlich den Bock umstoßen. Die ersten Punkte sollten endlich auf der Habenseite verbucht werden und so schwor der Hallensprecher die VfL-Fans motiviert ein. In der Anfangsphase lag dann tatsächlich das Momentum auf VfL-Seite. In der Abwehr immer einen Schritt schneller, eine aufmerksame Torhüterleistung und durchschlagskräftig im Angriff – eigentlich die Attribute, die das Spiel der Frogs-Ladies ausmachen, aber bis zur 10. Spielminute sahen die Zuschauer das nur auf der Seite der Heimmannschaft. Das Team von SVHU-Trainer Sven Rusbült agierte dagegen zu sehr mit Handbremse und wachte nach dem 6:3-Rückstand erst allmählich auf. Katharina Rahn, die wieder trotz Knieproblemen eine gute Form zeigte, sorgte mit einem Doppelpack für das 7:7. Auf VfL-Seite häuften sich nun einfache Fehler und schwache Abschlüsse, so dass die Frogs-Ladies das Spiel endgültig in den Griff bekamen. Tina Genz mit einigen sehenswerten Aktionen und erneut Katharina Rahn stellten mit dem Pausenpfiff auf 13:16.

Die Kabinenansprache verlief kurz aber eindringlich. Sven Rusbült drehte nur an wenigen Stellschrauben, forderte aber wesentlich mehr Einsatz in allen Zweikampfsituationen. Die Abwehrchefinnen Marleen Kadenbach und Annika Jordt setzten die Marschroute zu 100% um. Damit steckten sie ihre Mitspielerinnen positiv an und so hielt das Abwehr-Bollwerk die ersten zehn Minuten des zweiten Durchgangs dicht. Kam mal ein Ball durch die Maschen, entschärfte Merline Wünsche gekonnt. Nelly Thümer mit einem blitzsauberen Hattrick und Tina Genz von der rechten Seite hatten zwischenzeitlich auf 13:22 erhöht. Die Gegenwehr des VfL Stade war nun gebrochen, auch wenn die bundesligaerfahrenen Kräfte Melanie Schliecker und Anja Ziegler für einige Wackler in der SVHU-Abwehr sorgten. Als der VfL auf 19:24 verkürzt hatte, bat das Trainer-Team Rusbült/Hamann noch einmal zur Auszeit. Das zeigte Wirkung, denn die letzten Minuten gaben die Frogs-Ladies noch einmal Vollgas. Marleen Kadenbach, die bis dahin einige „Fahrkarten“ geworfen hatte, kam stark zurück und traf doppelt. Tina Genz und Lina Röttger rundeten schließlich zum 20:29 ab.

„Kein Glanzstück, aber ein Pflichtsieg mit einigen sehr guten Passagen“, so das knappe Fazit von Sven Rusbült. Schon im Bus war die Partie ausgewertet und das letzte Punktspiel des Jahres wurde vorbesprochen. „Wir nehmen die Aufgabe gegen die Raubmöwen aus Travemünde sehr ernst. Der TSV hat ein Team mit vielen jungen Talenten, die nicht ins Spiel kommen dürfen“, beschreibt Co-Trainer Frank Hamann die Ausgangslage.

Die Frogs-Ladies freuen sich am kommenden Samstag (16.12.2017) auf jeden Zuschauer. Das Spiel gegen den TSV Travemünde wird um 18:00 Uhr angepfiffen.

SV Henstedt-Ulzburg: Merline Wünsche, Kathrin Grawitter; Maren Gajewski (1), Marleen Kadenbach (5), Helen Andersson, Marthe Nicolai (1), Katharina Rahn (5), Tina Genz (11/2), Annika Jordt (2), Nelly Thümer (3), Jana Grützner, Lina Röttger (1), Tara Schumacher, Caroline Rodewald.

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