20.02.2018 · 3. Liga, Frauen 3. Liga, Staffel Nord · Von: pm verein

Desolate Wurfeffektivität – Frogs-Ladies verlieren erstmals in der Rückrunde

Die Tabellenführung war schön, aber nur sehr kurz. Am vergangenen Spieltag der 3. Liga Nord verloren die Handballerinnen des SV Henstedt-Ulzburg mit 18:22 bei der HSG Jörl DE Viöl und gaben damit den Platz an der Sonne wieder an den Buxtehuder SV II ab.

„Beim Blick auf die Statistik wird schnell klar, warum es in Viöl nicht geklappt“, analysierte SVHU-Trainer Sven Rusbült nach der Partie. Seine Schützlinge legten ein desolates Wurfverhalten an den Tag und spielten so den Gastgeberinnen voll in die Karten. Erst in der siebten Spielminute erlöste Katharina Rahn ihre Farben mit einem verwandelten Siebenmeter. Vorher hatten Marleen Kadenbach und Tina Genz bereits klarste Chancen liegen gelassen. In Minute 14 erzielte Kapitänin Genz den zweiten Treffer. Da aber die heimische HSG keinen vorentscheidenden Nutzen daraus ziehen konnte, blieb der Rückstand für die Frogs-Ladies glücklicherweise knapp. Nach einer durchaus niveauarmen ersten Halbzeit wurden beim 10:9 für die HSG die Seiten gewechselt.

„In der Kabine haben wir nur wenige inhaltliche Dinge angesprochen. Wir wollten in der zweiten Halbzeit einfach mit Freude Handball spielen und mit einer beherzten Leistung die Partie drehen“, so Co-Trainer Frank Hamann. Die Frogs-Ladies fanden jedoch auch im zweiten Durchgang nie ihren Angriffsrhythmus. Weitere leichtfertig vergebene Torchancen, Ballverluste nach Pässen aus dem Stand und zu viele Aktionen weg vom gegnerischen Tor luden die Gastgeberinnen zur Vorentscheidung ein, die dankend auf 17:10 erhöhten. Auch eine Umstellung in der Abwehr sollte keine Wende bringen. Zwar verkürzten die Frogs-Ladies in der Schlussphase, aber mehr als ein mageres 22:18 sollte nicht dabei herausspringen.

„22 Gegentore in fremder Halle sehen eigentlich ganz gut aus, aber man muss eben auch die erarbeiteten Torchancen nutzen und vor allem dem Spiel seinen Stempel aufdrücken. Das ist uns zu keiner Zeit gelungen und so verlieren wir völlig verdient gegen die HSG“, fassen Rusbült und Hamann unisono zusammen. Beide Trainer sind aber davon überzeugt, dass jede Spielerin selbstkritisch in die individuelle Auswertung des Spiels geht und dass eine derartige Leistung bis zum Saisonende nicht mehr vorkommt. Da auch die Konkurrenten der SVHU-Frauen Punkte liegen lassen, rücken die Top-Teams noch enger zusammen. Ab sofort mischen wieder sechs Mannschaften im Rennen um die Meisterschaft mit. Für die Fans eine spannende Situation, da immer wieder entscheidende Spiele auf dem Programm stehen, für Trainer und Spielerinnen eine echte Herausforderung. „Das Team mit dem längeren Atem und mit der größten Stressresistenz wird am Ende vorne stehen. Wir werden alles dafür tun, dass dieses Team der SV Henstedt-Ulzburg ist“, kündigt Sven Rusbült an.

Wiedergutmachung wollen die Frogs-Ladies am kommenden Wochenende betreiben, wenn es in Harrislee um die Titelverteidigung des HVSH-Pokals geht. Am Samstag sehen sich Tina Genz und Co. der HG OKT gegenüber. Im zweiten Halbfinale tritt der TSV Nord Harrislee gegen den TSV Alt Duvenstedt (Schleswig-Holstein-Liga) an.

SV Henstedt-Ulzburg: Merline Wünsche, Kathrin Grawitter; Janicke Bielfeldt, Maren Gajewski (1), Marleen Kadenbach (5), Marthe Nicolai, Katharina Rahn (3/2), Tina Genz (5), Annika Jordt (3), Nelly Thümer, Jana Grützner (1), Anna Nowatzki, Tara Schumacher, Caroline Rodewald.

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