26.03.2018 · 3. Liga, Frauen 3. Liga, Staffel Nord · Von: pm verein

Wurfquote mangelhaft – Frogs-Ladies vergeben Chance auf Meisterschaft

Sie hatten es in eigener Hand, doch die Handball-Frauen des SV Henstedt-Ulzburg haben ihre große Chance vertan. Gegen den bis dahin punktgleichen Tabellenzweiten TSV Nord Harrislee verlor das Team von Trainer Sven Rusbült mit 23:28 Toren und muss nun die Segel in Richtung Meisterschaft streichen.

„Wir sind gut in die Partie gestartet und hatten viele gute Lösungen gegen den TSV parat. Leider haben wir uns in der 1. Halbzeit schon zu viele Fehlwürfe geleistet“, analysierte ein sichtlich enttäuschter SVHU-Coach Rusbült nach dem Spiel. In der Tat trafen Marleen Kadenbach und Tina Genz schnell zum 3:1, doch die folgenden Fahrlässigkeiten, teilweise komplett frei vor dem gegnerischen Tor, luden den TSV dazu ein, das Spielgeschehen schrittweise zu übernehmen. Auf der anderen Seite agierten Annika Jordt und Co. aufmerksam in der Abwehr. Die gefährlichen Rückraumspielerinnen der Gäste kamen noch nicht zum Zug und bissen sich in dieser Phase teilweise die Zähne an der SVHU-Defensivabteilung aus. Dennoch traf der TSV zum 8:10, da es im Angriff der Rusbült-Sieben weiter Fahrkarte zu notieren gab.

Nachwuchstorhüterin Nele Reese löste für die letzten Minuten der ersten Spielhälfte Merline Wünsche ab und sorgte dafür, dass der Rückstand nicht noch größer wurde. „Nele hat uns bis zum Pausenpfiff gerettet und einige Großchancen der Gegnerinnen vereitelt“, berichtete Sven Rusbült.

Nach dem Seitenwechsel blieb es bis zum 14:14 ausgeglichen und für die knapp 350 Zuschauer in der Sporthalle Maurepassstraße äußerst spannend. In der Folgezeit fanden Katharina Rahn, Tina Genz und Marleen Kadenbach im Angriff zwar viele kreative Lösungen, aber die Verwertung der herausgespielten Chancen blieb mangelhaft. So zogen die Gäste erst einmal auf 15:19 davon, doch die Frogs-Ladies kamen zurück in die Partie. Mit einem wahren Kraftakt in Angriff und Abwehr schafften die SVHU-Frauen tatsächlich den 19:19-Ausgleich, um sich aber dann mit weiteren Fehlwürfen und Ballverlusten der letzten Chance auf einen Heimsieg zu berauben. Ein erneutes Aufbäumen gelang nicht mehr, so dass der TSV Nord Harrislee unter großem Jubel der mitgereisten Fans einen sicherlich absolut verdienten 23:28-Auswärtssieg feiern durfte.

„Wer auf die Restprogramme der Top-Teams schaut und dabei auch die direkten Vergleiche betrachtet, muss feststellen, dass wir uns selbst aus dem Titelrennen geschossen haben“, so ein ebenfalls enttäuschter Co-Trainer Frank Hamann. Die Frogs-Ladies hatten es in eigener Hand und müssen nun Wunden lecken. „Sicherlich gibt es in einer Mannschaftssportart wie Handball immer wieder unerwartete Ergebnisse, aber die Chance, dass wir noch einmal nach oben gespült werden, ist mehr als gering. Dennoch werden wir bis zum Ende der Saison Vollgas geben und drei Siege anstreben“, fasste Sven Rusbült zusammen. Das ist sicherlich auch eine Frage von Moral und Respekt, denn einige Teams kämpfen noch um Meisterschaft und Klassenerhalt. So werden die Frogs-Ladies keine Punkte verschenken, um den Wettbewerb nicht zu verzerren.

Nach der Osterpause treten die Frogs-Ladies beim TSV Wattenbek, der noch jeden Zähler für den Klassenerhalt benötigt. Die Auswärtsbegegnung findet am Samstag (7. April) statt und wird um 17:00 Uhr angepfiffen.

SV Henstedt-Ulzburg: Merline Wünsche, Nele Reese; Sophia Plötz, Janicke Bielfeldt, Marleen Kadenbach (9/3), Marthe Nicolai (3), Katharina Rahn (3), Tina Genz (7/1), Annika Jordt, Nelly Thümer (1), Jana Grützner, Tara Schumacher, Caroline Rodewald.

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