14.12.2017 · 3. Liga, Männer 3. Liga, Staffel Süd · Von: cb/pm verein

Bekenntnis zur 2. Liga – Nußloch gibt grünes Licht und trennt sich im Sommer vom Trainer

Vor rund zehn Monaten sah die Welt bei der SG Nußloch noch anders aus. Die Mannschaft schwebte nach der Vizemeisterschaft im Jahr eins nach dem Aufstieg wieder auf einer Erfolgswelle und schon vor dem 41:33-Heimsieg stellten sich die Verantwortlichen die Frage, was man im Falle der Meisterschaft machen würde. „Soll ich’s wirklich machen oder lass ich’s lieber sein“, fragten sich schon die Hamburger Hip-Hop-Combo Fettes Brot in ihrem Titel „Jein“. Und die Verantwortlichen um die beiden Geschäftsführer Holger Schwab und Manfred Gspandl entscheiden sich für Nein.

Die Gründe waren vielschichtig: „Wir wollen einen Aufstieg nur realisieren, wenn er auch nachhaltig wäre", umriss Schwab die Grundbedingung: "Das wäre in diesem Jahr aber nicht der Fall." Für ihn ist klar: "Wir wollen nicht hoch, um wieder abzusteigen. Wenn wir irgendwann in die 2. Liga gehen, dann um dort zu bleiben“, sagte Schwab gegenüber der Rhein-Neckar-Zeitung und führte weiter aus: „Weder die Hallenkapazität ist für zusätzliche Einheiten am Vormittag gegeben, noch gibt es bei unseren beruflich eingespannten Spielern die Chance dafür."

Für die kommenden Jahre In Stein gemeißelt war das Nein aber nicht. Das deutete Gspandl bereits vor einigen Monaten an: „Sportlich und wirtschaftlich sind wir auf einem sehr guten Drittliga-niveau angekommen", bestätigt er: "Wir wollen das weiterhin sukzessive und nachhaltig aus- und aufbauen."

Das scheint nun gelungen. In der in dieser Woche veröffentlichten heißt es: „Sollte die 1. Herrenmannschaft wiederum die Meisterschaft in der 3. Liga erreichen, so werden wir dieses Mal den Aufstieg wahrnehmen. Hier soll mittelfristig der Weg in die zweithöchste Spielklasse im Deutschen Handball führen.

Trainer Christian Job erhält keinen neuen Vetrag

Unabhängig davon wohin die SGN der nun eingeschlagene Weg kurz- oder mittelfristig führen sollte, so geht man diesem ab Saisonende ohne Trainer Christian Job. Für Außenstehende eine überraschende Entscheidung, die Schwab in einer Pressemitteilung wie folgt erklärt: „Wir haben Christian viel zu verdanken. Nach der Ära Kalabic war er maßgeblich an der Umstrukturierung des Kaders beteiligt und mit der Meisterschaft in der letzten Saison feierten wir den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Ich persönlich verliere nicht nur einen Trainer, sondern einen ehrlichen, aufrichtigen, ehrgeizigen und handballkompetenten Mitstreiter.“

Von dem neuen Trainer erhofft man sich vor allem zwei Dinge. Zum einen Planungssicherheit für den Fall des Aufstiegs, nach dem die Belastung für den Trainer weitaus größer sein und schwerer mit einem weiteren Beruf kombinierbar sind und auch neue Impulse für das unter dem Titel „Vision SGN 2018“ veröffentlichten Konzept.

„Ich akzeptiere die Entscheidung der SG Nußloch, dies ist für mich kein Problem, und möchte auch klarstellen, dass ich von Anfang an immer nur einen Ein-Jahresvertrag abgeschlossen habe, wenn es von der Einen oder anderen Seite her nicht mehr passen sollte, kein Vertrag im Wege stehen würde. Ich bin der SG Nußloch und den Verantwortlichen sehr dankbar, dass ich diese Chance erhalten habe und mit der SG Nußloch die letzten drei Jahre diese Erfolge feiern durfte. Wir werden sicherlich auch in Zukunft gut miteinander umgehen und im Guten auseinandergehen“, wird Job in der Mitteilung zitiert.

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