Die Handballdamen des TuS Lintfort haben als Westdeutscher Meister den Aufstieg in die 2. Bundesliga geschafft und konnten nach dem letzten Saisonspiel jubeln. - Foto: Frank Reinert

24.04.2018 · 3. Liga, Frauen 3. Liga, Staffel West · Von: pm verein

Lintfort schafft den direkten Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga

Knapp zwölf Monate nach dem Abstieg gelang den Lintforter Handballdamen der direkte Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga. Trotz der Niederlage im abschließenden Heimspiel gegen den 1. FC Köln war der Jubel nach dem Abpfiff groß, denn der direkte Aufstieg stand fest, ohne dass der TuS in die Aufstiegsspiele muss. Das war möglich geworden, weil der Tabellenführer der Oststaffel durch eine Niederlage am letzten Spieltag auf den 2. Platz zurückgefallen war und der Meister auf den Aufstieg verzichtet hatte.

Entsprechend groß war die Freude beim TuS, als mit dem Abpfiff auch schon feststand, dass der Aufstieg perfekt war.

Zuvor hatten die Lintforterinnen unglücklich mit 32-31 gegen Köln verloren. Trotz der hohen Temperaturen hatten beide Teams ein schnelles und spannendes Spiel gezeigt, mit dem glücklicheren Ende für Köln. In der ersten Halbzeit dominierten auf beiden Seiten die Angriffsreihen und vor allem die Rückraumspielerinnen zeigten sich gut aufgelegt. Ständig wechselnde Führungen waren ein Indiz, dass beide Teams unbedingt den Sieg wollten. Köln ging mit einer 19-18 Führung in die Pause. Auch nach dem Wechsel gelang es lange Zeit keiner Mannschaft, sich abzusetzen. Zehn Minuten vor dem Ende führte Lintfort dann mit 29-27 und hatte die Chance, sich sogar auf drei Tore abzusetzen. „Aber dann haben wir einfach zu viele Fehler gemacht und unsere Chancen nicht genutzt“ fand TuS Trainerin Bettina Grenz-Klein nachher. Köln hat dies clever genutzt und hielt das Spiel bis zum 31-31 offen. „Als wir dann gut eine Minute vor dem Ende den Ball hatten, war ich sicher, dass wir das Unentschieden mitnehmen. Aber ein überhasteter Abschluss hat Köln noch mal in Ballbesitzt gebracht und dann haben die Schiedsrichter ihre Chance genutzt, das Spiel in den letzten Sekunde mit einem Siebenmeterpfiff zu entscheiden“, ärgerte sich Grenz-Klein nach dem Spiel vor allem darüber, dass ihre Team in einigen klaren Situationen nicht einen einzigen Strafwurf nach der Pause bekommen hatte, der Kölner Siegtreffer dann aber per Strafwurf nach dem Schlusspfiff erzielt wurde. „Den kann man vielleicht geben, aber wenn wir auch mal einen Siebenmeter bekommen hätten, wäre das Ergebnis anders gewesen“.

Aber schon wenige Minuten nach dem Spiel war die Niederlage vergessen, denn der Aufstieg war das erklärte Saisonziel und stand dann am Samstagabend fest.

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