Fünf Treffer für den Sieger: Ousse Lajnef und der Leichlinger TV setzten sich mit 34:31 gegen den SV 64 Zweibrücken durch. - Foto: Biene Hagel

21.04.2015 · 3. Liga, Männer 3. Liga, Staffel West · Von: aha

Leichlingen steigert sich gegen Zweibrücken nach der Pause vor allem in der Deckung

Am Hammer waren es nur 212 Zuschauer, doch die sahen im Smidt-Forum ein packendes Spiel in der 3. Liga West, „das beide Mannschaften hätten gewinnen könnte“, meinte Stefan Bullacher. Der Trainer des SV 64 Zweibrücken musste sich mit seinem Team beim Leichlinger TV mit 31:34 (17:16) beugen, so dass der Aufsteiger auf den sechsten Tabellenplatz zurückfiel (29:25 Punkte), während sich die Pirates auf den fünften Rang verbesserten (30:24). Auf die Heimreise durften die Löwen zwar keine Punkte, aber ein dickes Kompliment mitnehmen. „Ich finde es toll, welche Arbeit ihr in Zweibrücken abliefert“, sagte Frank Lorenzet, der Trainer und Manager des Leichlinger TV. „Ihr zeigt jedenfalls, dass auch ein anderes Modell, als es die Drittligisten normalerweise anwenden, umsetzbar ist.“

Dieses Modell trägt einen Namen: Jugend. Und diese Jugend wird beim SV 64 auch nicht nur dazu benutzt, um Sprüche zu klopfen. Als die Partie in der zweiten Halbzeit nämlich in die entscheidende Phase einbog, ließ Trainer Stefan Bullacher vor seinem einmal mehr bärenstarken Torwart Ladislav Kovacin, der unter anderem drei Siebenmeter-Bälle parierte, zwei plus vier spielen: Kapitän Aris Wöschler und Florian Enders plus die A-Jugendlichen Jerome Müller, Robin Egelhof, Nils Wöschler und Patrick Bach.

Die Last für dieses junge Löwen-Team war allerdings schon zu groß. Nach dem 16:17-Pausenstand nämlich waren die Leichlinger stark in die zweite Halbzeit gestartet und hatten nicht einmal fünf Minuten gebraucht, um mit einem 6:1-Lauf eine 22:18-Führung herauszuwerfen. Zumal sie wegen der Zeitstrafen, die sich die Zweibrücker Patrick Bach und Benjamin Zellmer vor der Pause eingehandelt hatten, mehr als eine Minute mit sechs Feldspielern gegen vier auf der Platte standen.

Ousse Lajnef (3), Kreisläufer Felix Janssen (2), der insgesamt neunmal einnetzte und dabei regelmäßig von seinem starken Rückraum-Mann Valdas Novickis profitierte, sowie David Kreckler hatten bei nur einem Zweibrücker Gegentor durch Jugend-Nationalspieler Jerome Müller in dieser Phase getroffen. „Da waren wir mental nicht auf der Höhe“, sagte Christian Gauf, der Handball-Chef des SV 64 Zweibrücken. Und Frank Lorenzet freute sich, dass seine Mannschaft Fortschritte gemacht hatte. „Wir haben“, erklärte der LTV-Coach, „nach der Halbzeit besser verteidigt, dadurch die Laufwege der Zweibrücker weitgehend unterbunden.“

Zwar schafften es die Zweibrücker Löwen noch ein paar Mal, bis auf zwei Treffer heranzukommen, in Gefahr brachten sie den Leichlinger TV auf dessen Weg zum 13. Saisonsieg aber nicht mehr. „Eigentlich fühlt sich diese Niederlage wieder sehr schlecht an“, sagte 64-Spielmacher Florian Enders, „weil sie völlig unnötig war.“ Weiter geht es für die Zweibrücker am kommenden Samstag (25. April, 18 Uhr) in der Westpfalzhalle an der Bleicherstraße gegen den TSV GWD Minden II, während die Pirates aus Leichlingen – ebenfalls am Samstag – zum Tabellendritten HSG Krefeld reisen. Anwurf wird um 19.30 Uhr in der Sporthalle Königshof an der Johannes-Blum-Straße sein.

Leichlinger TV: Vukas, Becker (n. e.) – Schumacher, Lange (2), Janssen (9), Hilger (7/2), Menzlaff, Novickis (6), Lajnef (5), Padeken (2), Munkel, Ranftler (1), Kreckler (2).

SV 64 Zweibrücken: Kovacin, Klöckner (n. e.) – Hammann (2), Burkholder (4), Mathieu, Bach (1), Enders (7/2), N. Wöschler (1), Denk, Zellmer (1), A. Wöschler (2), Müller (7), Egelhof (6).

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