06.02.2018 · 3. Liga, Männer 3. Liga, Staffel Ost · Von: pm verein

SG Leuetershausen zeigt große Moral gegen Magdeburg

Die SG Leutershausen hat in der 3. Liga Ost große Moral bewiesen und sich ein 26:26-Unentschieden gegen den SC Magdeburg II erkämpft. In der Leutershausener Heinrich-Beck-Halle lag man zwischenzeitlich zur Halbzeit bereits mit 10:17 im Hintertreffen.

Die Gäste aus Magdeburg hatten bereits vor dem Anpfiff ihre weiteste Anreise der Saison in den Knochen. Dennoch: Sie starteten frischer und motivierter als die Gastgeber und überwanden gleich dreimal den SGL-Schlussmann Alexander Hübe. Sieben Minuten waren gespielt, nicht einmal trafen die Roten Teufel bis dahin in die Maschen, viele Fehlwürfe waren bezeichnend für die Anfangsphase. Beim Spielstand von 0:3 nahm Nagel die erste Auszeit der Partie. Besser wurde es nur teilweise, Philipp Jaeger eröffnete bei seiner Heimpremiere mit seinem Treffer die Torejagd für die SGL. Aber die junge Mannschaft aus Magdeburg traf nach Belieben, baute die Auswärts-Führung nach gut 20 Minuten bereits auf 12:5 aus. Nagel zog bereits die zweite Auszeit. Vor allem den spanischen Junioren- Nationalspieler Juan de la Pena bekamen die Roten Teufel überhaupt nicht in den Griff, der Rückraumspieler netzte bereits in den ersten 30 Minuten achtmal ein. Dementsprechend ging es mit einer deutlichen 17:10-Auswärtsführung in die Halbzeit.

Aus der Kabine kamen die Roten Teufel mit neuer Motivation. Die Mannschaft um Kapitän Niklas Ruß kämpfte, verkürzte auf 16:20 (39.). Am Ende war der Linksaußen bester SGL-Werfer mit zwölf Treffern. Zu diesem Zeitpunkt sah sich auch Gäste-Trainer Vanja Radic gezwungen, seine Jungs zur Auszeit zusammenzurufen. Als Felix Jaeger dann eine Viertelstunde vor Spielende zum 19:22 verkürze, kam in der Heinrich-Beck-Halle nochmal Hoffnung auf. Und es wurde noch spannender: Die Nagel-Sieben zeigte unglaubliche Moral, Ruß erzielte zehn Minuten vor Schluss den umjubelten 23:23-Ausgleich vom Siebenmeterstrich. Felix Jaeger setzte noch einen drauf: Der 25:24-Führungstreffer sechs Minuten vor Schluss, die erste SGL-Führung der Partie. Letztendlich blieb es aber beim 26:26- Endstand.

SGL-Cheftrainer Marc Nagel: „Natürlich bin ich etwas enttäuscht, wenn man kurz vor Schluss noch mit einem Tor führt. Ich weiß aber auch, dass ich mit dem Punkt zufrieden sein muss. Die Mannschaft von Magdeburg ist wirklich sehr jung — wenn man die spielen lässt, dann kommt man gewaltig unter die Räder. Das haben wir zu spüren bekommen. Aber ein Sieben-Tore-Rückstand ist in Leutershausen nichts, das haben wir mal wieder gezeigt — und da nimmt die Mannschaft auch ein bisschen Selbstvertrauen mit.“

Sportlicher Leiter, Mark Wetzel, zog sein Fazit: „Unter dem Strich ist der Punkt hochverdient und wichtig für uns. Die erste Halbzeit haben wir komplett verschlafen und einfach schlecht gespielt. Dazu kam vielleicht noch ein bisschen Wurfpech, aber Magdeburg hat das auch einfach gut gemacht. In der zweiten Halbzeit haben wir dann echt eine super Reaktion gezeigt, überragend gekämpft, Alexander Hübe kam besser in die Partie und hat wichtige Bälle gehalten. Dadurch wurde die Abwehr auch automatisch besser. Philipp Jaeger hat einen super Einstand gefeiert — insgesamt geht das Unentschieden in Ordnung.“

Gästetrainer Vanja Radic: „Das hat heute richtig Spaß gemacht, das war für meine Jungs ein riesiges Highlight. Wir haben echt ein gutes Spiel gemacht, das hätte man vor ein paar Monaten nicht gedacht — die Jungs wissen gar nicht, was sie geleistet haben.“

SG Leutershausen: Hübe, Döding — Jaeger F. 3, Rolka 4, Ruß 12/5, Jaeger P. 2, Herbert, Stippel 1, Pfattheicher 4, Kubitschek, Mantek, Schwechheimer.

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