Will mit dem HCOB in Pforzheim punkten: Florian Frank.- Foto: Alexander Becher

03.02.2018 · 3. Liga, Männer 3. Liga, Staffel Süd · Von: pm verein

Der HCOB muss im Abstiegskampf auch auswärts punkten

Der HC Oppenweiler/Backnang muss im Kampf um den Verbleib in der Dritten Liga auch auswärts punkten. Am Sonntag um 17 Uhr geht es zur TGS Pforzheim, einem Team aus dem vorderen Mittelfeld der Dritten Liga. Die vergangenen drei Duelle zwischen den beiden Rivalen waren echte Krimis – und auch beim neuerlichen Aufeinandertreffen in der Bertha-Benz-Halle könnte es spannend hergehen.

In der vergangenen Spielzeit endeten beide Duelle mit einem Unentschieden, im Hinspiel der laufenden Runde siegte die TGS mit einem Tor Vorsprung in der Backnanger Karl-Euerle-Halle, das Tor gelang den Gästen quasi mit der Schlusssirene. Nun wollen die HCOB-Handballer den Spieß umdrehen und – nachdem ihnen Derartiges bereits vor zwei Wochen in der Partie beim TV Neuhausen/Erms gelungen ist – beide Punkte vom Auswärtsspiel mitbringen.

Zuletzt hielt die Mannschaft des HC Oppenweiler/Backnang gegen den neuen Tabellenführer SG Nußloch lange mit, sie schnupperte sogar an einem überraschenden Sieg. Weil die Punkte am Ende dennoch futsch waren, sagt Trainer Matthias Heineke: „Wir müssen daraus die Lehre ziehen, dass wir zwar eine starke Abwehrleistung gezeigt und nur 25 Gegentore zugelassen haben, dass das alleine aber nicht genug ist.“ Der Coach bemängelte, „dass wir im Konter nicht so schnell waren wie in den beiden Spielen zuvor – und das wollen wir am Sonntag nun wieder besser machen.“ Nachdem ein Erfolgserlebnis sowohl im Hinspiel gegen Pforzheim wie auch zuletzt gegen Nußloch in den letzten Spielsekunden aus der Hand gegeben wurde, ist für Matthias Heineke auch klar: „Wenn es in die Schlussphase geht, müssen wir uns mit mehr Killerinstinkt präsentieren.“

Die Pforzheimer Mannschaft war in den bisherigen Rückrundenspielen ebenfalls mit denkbar knappen Spielen konfrontiert. Sie unterlag in Kornwestheim und in Pfullingen knapp, rettete gegen den TV Hochdorf nach deutlichem Rückstand aber noch ein Remis. Die Mannschaft hat 20:16 Punkte auf ihrem Konto, da brennt nach hinten mit Gewissheit nichts an, ganz nach vorne ist der Weg angesichts von sechs Punkten Rückstand auf Nußloch aber auch weit. Trainer Andrej Klimovets, Weltmeister von 2017, muss in der laufenden Runde immer wieder Ausfälle kompensieren, die TGS hat Verletzungspech. Besonders müsse man auf die starken Rückraumspieler Florian Taafel und Maris Versakovs sowie auf den treffsicheren Außen Marco Kikillus achten, „das sind derzeit ihre Torgaranten“ (Heineke).

Dass die Partie ursprünglich für Samstag angesetzt war, nun aber – die Stadt Pforzheim hatte die TGS trotz bestehenden Mietvertrages aus der Halle „geworfen“ – am Sonntagnachmittag ausgetragen wird, ist HCOB-Trainer Matthias Heineke ziemlich egal. „Wir hatten diese Woche einige kranke Spieler, da tut der zusätzliche Tag dann vielleicht sogar gut.“ Insgesamt ist die personelle Lage freilich angespannt. So geht es bei Rückraumspieler Benjamin Röhrle, der immer noch an den Nachwirkungen einer Anfang Dezember erlittenen Verletzung laboriert, zwar langsam voran, an einen Einsatz ist aber noch kaum zu denken. Philipp Schöbinger hat sich eine Zerrung zugezogen, auch der Kreisläufer wird die Begegnung nur als Zuschauer verfolgen können. Positive Anzeichen gibt es bei Youngster Felix Raff. Er könnte in der Bertha-Benz-Halle wieder für den HCOB auf dem Spielfeld stehen.

 

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