Ruben Sigle gelang das wictige Tor zum 26:23-Zwischenstand. - Foto: Verein

06.02.2018 · 3. Liga, Männer 3. Liga, Staffel Süd · Von: pm verein

Wieder ein kleiner Schritt in Richtung Klassenverbleib - HC Oppenweiler/Backnang siegt bei der TGS Pforzheim mit 28:24

Der HC Oppenweiler/Backnang hat im Kampf um den Verbleib in die Dritte Liga einen 28:24-Auswärtssieg bei der TGS Pforzheim gelandet. Die Punkte waren deshalb besonders wichtig, weil auch die Konkurrenten Erfolge feierten. Die Handballer von Trainer Matthias Heineke zogen in der Bertha-Benz-Halle zu Beginn der zweiten Halbzeit davon und verdienten sich den dritten Auswärtssieg der laufenden Runde durch ihre gute Abwehrleistung.

Die TGS funkte vor dem Spiel personelle Probleme. Einige Akteure fehlen ohnehin länger, der lettische Nationalspieler Maris Versakovs meldete sich kurzfristig krank ab. Dafür kehrte Torwart Sebastian Ullrich ins Team zurück, im Hinspiel hatte er maßgeblich zum Pforzheimer Sieg beigetragen. Beim HCOB lief sich Benjamin Röhrle für den Fall der Fälle warm, seine Rückkehr aufs Spielfeld kam im Laufe der Partie aber nicht zustande. Philipp Schöbinger musste verletzt zusehen.

Die erste Halbzeit verlief ausgeglichen. Der Pforzheimer Florian Taafel spielte stark. Er erzielte viele Tore und setzte seine Nebenleute gut in Szene. Die TGS ging mit 6:4 in Führung. Der HC Oppenweiler/Backnang ließ sich nicht abschütteln, streute immer wieder ein Kontertor ein und führte beim 7:6 durch Kevin Wolf erstmals. Als die Hausherren nach einer Hinausstellung gegen Chris Hellerich mit einem Mann mehr auf dem Feld standen, setzten sie sich nochmals auf zwei Tore ab (11:9, 24. Minute. Die restliche Spielzeit in Halbzeit eins gehörte dann aber dem HCOB. Torwart Thomas Fink ließ nur noch zwei Gegentore zu, auf der anderen Seite entwickelten die Murrtaler viel Durchschlagskraft. Florian Schöbinger sorgte vom Kreis für die 14:13-Führung. Das hieß nicht viel, ein bisschen Symbolkraft hatte es aber doch.

Nach Wiederanpfiff setzten die Gäste entschlossen nach. Der Rückraum mit Kevin Wolf, Tobias Hold und Ruben Sigle erwies sich als sehr treffsicher. Die Murrtaler überstanden ein Unterzahlspiel erfolgreich, erhöhten durch Wolf auf 19:14. Noch wollten sich die Pforzheimer nicht geschlagen geben. Durch sicher verwandelte Siebenmeter von Marco Kikillus kamen sie wieder heran, erzielten beim 22:23 und beim 23:24 jeweils das Anschlusstor. Allerdings war jener 23. Treffer nach 49 Minuten für sehr lange Zeit das letzte Pforzheimer Tor. Auf der Gegenseite hingegen steuerte Ruben Sigle ganz wichtige Treffer bei, erhöhte auf 26:23. HCOB-Keeper Sven Grathwohl parierte zwischendurch einen Strafwurf von Kikillus. Der HCOB war nun erkennbar auf Kurs.

Die Pforzheimer gingen ein hohes Risiko, nahmen sich unvorbereitete Würfe. Diese waren ein gefundenes Fressen für Grathwohl. Nach einem Kontertreffer von Florian Frank und einem weiteren Tor von Hold war die Messe gelesen. Der HCOB spielte die letzten fünf Minuten gemütlich herunter, ließ nur noch ein Gegentor zu und hat wieder einen kleinen Schritt in Richtung Ligaverbleib gemacht.

HCOB-Trainer Matthias Heineke: „Es war ein wichtiger Sieg für uns. Nach den Ergebnissen von gestern war klar, dass wir hier nachlegen müssen. Mit der ersten Halbzeit waren wir nicht zufrieden, trotz Führung, aber wir haben zu viele Gegentreffer über Florian Taafel und über den Kreis zustande kommen lassen. In der zweiten Halbzeit haben wir das dann korrigiert. Durch unser Tempospiel haben wir die Führung übernommen. Der gehaltene Siebenmeter von Sven Grathwohl war emotional sehr wichtig. Pforzheim musste dann das Risiko erhöhen und wir konnten die Ballverluste nutzen.“

TGS-Abteilungsleiter Wolfgang Taafel: „Wir müssen mit den Leuten spielen, die wir haben. Die Mannschaft hat gekämpft, bis die Kraft zu Ende war, ich kann ihr keinen Vorwurf machen. Es kommen auch wieder bessere Zeiten.“

TGS Pforzheim: Jonathan Binder, Dominik Merz (n.e.), Sebastian Ullrich (Tor), Antonio Bogdanic (n.e.), Alexander Klimovets (3), Florian Taafel (8), Markus Bujotzek (1), Marco Kikillus (10/5), Maximilian Mitzel (1), Davor Sruk (1), Jakob Fassunge, Michal Wysokinski, Lukas Salzseeler, Andrej Klimovets. – Trainer: Andrej Klimovets.

HC Oppenweiler/Backnang: Thomas Fink, Sven Grathwohl (Tor), Florian Schöbinger (4), Benjamin Röhrle (n.e.), Tobias Hold (6), Ruben Sigle (5), David Szilagyi (n.e.), Chris Hellerich (1), Kevin Wolf (7), Tom Kuhnle, Florian Frank (1), Philipp Maurer (3), Felix Raff (n.e.), Lukas Köder (1). – Trainer: Matthias Heineke.

Schiedsrichter: Anton Ekk (Wiesbaden) und Sven Sachtleber (Offenbach).

Zuschauer: 500.

Siebenmeter: 5/6 : 0/3 (Kikillus scheitert an Grathwohl – Maurer und Hold scheitern an Binder, Köder scheitert an Ullrich).

Zeitstrafen: 4:6 Minuten (Bojutzek, Andrej Klimovets – Hellerich, Köder, F. Schöbinger).

Spielverlauf: 6:4, 8:9, 13:14 – 14:19, 20:22, 23:25, 24:28.

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