30.11.2018 · 3. Liga, Männer 3. Liga, Staffel West · Von: cb

HSG Krefeld vs. SG Schalksmühle-Halver: Mehr Spitzenspiel geht nicht

Die Konstellation, wenn der Tabellenführer den Rangzweiten empfängt, spricht eigentlich schon immer für sich. Aber wenn es sich dabei um die derzeit besten Teams der vier Drittliga-Männerstaffeln handelt, erlangt die oft überstrapazierte Einschätzung „mehr Spitzenspiel geht nicht“ absolute Richtigkeit. Denn kein weiterer Drittligist weist derartig starke Bilanzen auf wie die HSG Krefeld und die SG Schalksmühle-Halver.

Die HSG Krefeld verließ zwölf Mal in Serie als Sieger das Spielfeld. Lediglich beim Aufsteiger TuS Spenge mussten die Seidenstädter zu Saisonbeginn die Segel streichen. Ansonsten gab es nur Siege. Maßgeblich dafür verantwortlich ist der neue Coach Ronny Rogwaska. Der schaffte es bereits beim TV Korschenbroich, Jahr für Jahr, trotz knapper werdenden Etats immer wieder eine schlagkräftige Einheit aufs Parkett zu schicken. In Krefeld findet der Däne ein professionelleres, ambitionierteres und vor allem finanzkräftigeren Umfeld vor. Verfügte der Kader zum Beispiel mit Mittelmann Simon Ciupinski und Torwart Stefan Nippes bereits über Zweitliga-erfahrene Spieler der Extraklasse, kam vor dieser Saison mit KC Brüren ein gefürchteter Rückraum-Linkshänder noch dazu. „Die Mannschaft ist auf allen Positionen doppelt gut besetzt und die Charaktere, so wie die Chemie, stimmt auch einfach. Zum größten Teil kennen wir uns ja auch schon recht lange, das hilft ebenfalls nochmal zusätzlich“, sagt zum Beispiel Krefelds-Kapitän Marcel Görden, der einst schon unter Ronny Rogawska zu den Korschenbroicher Stützen zählte. Zuletzt legten die Krefelder auf der Kreisläuferposition noch einmal nach. Vom Zweitligisten Bayer Dormagen wird Lars Jagieniak mit einem zweitspielrecht ausgestattet, weil sich Abwehrrecke Damian Janus in einem Testspiel schwer an der Schulter verletzte und geraumer Zeit ausfällt.

Auf der Gegenseite findet man ebenfalls ein eingespieltes Kollektiv. Das Torwartgespann Nicholas Plessers und Ante Vukas genügt höchsten Ansprüchen. Die Mittelachse mit Spielmacher Alexandre Brüning und Kreisläufer Dominic Luciano, die rechte Angriffsseite mit Iñigo Jorajuría Calvo (Außen, spielte 3 Jahre lang in der Liga Asobal) und dem Bulgaren Todor Ruskov (wurde in Griechenland Pokalsieger) ebenfalls. Die Schlagkraft der SGSH konnte bisher noch kein Team durchbrechen. Lediglich dreimal spielte die Truppe von Trainer Stefan Neff unentschieden. Demensprechend sagt der Trainer auch gegenüber der Meinerzhagener Zeitung: „Auf beiden Seiten könnte die Brust wohl gar nicht breiter sein.“ Im Spitzenspiel treffen vor wahrscheinlich vierstelliger Kulisse der beste Angriff und die beste Abwehr (Krefeld) auf den drittbesten Angriff und die zweitbeste Abwehr (Schalksmühe-Halver). Geleitet wird die Spitzenpartie von Christian Moles und Lutz Pittner aus dem DHB-Bundesligakader.

Anzeige
Banner HANDBALL - Es lebe der Sport
Banner DHB-Rahmentrainingskonzeption
Hanniball