Hat derzeit gut lachen: Joel Mauch steuerte 13 der 47 Tore zum Kantersieg in Ostfildern bei und rangiert mit dem HSG-Nachwuchs nun auf Platz vier der Jugend-Bundesliga. - Foto: Peter Pisa

07.02.2018 · Jugend-Bundesliga, JBLH männlich · Von: pm verein

„Gezeigt, dass da was kommt“ - HSG Konstanz nach Kantersieg und 47 Toren auf Platz vier VON ANDREAS JOAS

Beeindruckende 521 Tore hat die A-Jugend der HSG Konstanz inzwischen in der Jugend-Bundesliga erzielt – kein Team mit 16 Spielen trifft öfter. Alleine 47 legte das Team vom Bodensee in Ostfildern nach und schob sich nach dem 47:32 (23:16)-Kantersieg mit 18 Punkten nun auf Tabellenplatz vier. „Wir haben diese Aufgabe nicht nur irgendwie gelöst“, lobte Trainer Thomas Zilm im Anschluss, „sondern haben unsere Stärke demonstriert, 47 Treffer erzielt und mit 15 Toren Differenz gewonnen. Ein Ausrufezeichen, dass wir dabei sind, dass da was kommt.“

Und wie! Zwar hatte die HSG in den ersten zehn Minuten noch mit ein paar Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen, lag zwar zu keinem Zeitpunkt zurück, musste aber nach neuneinhalb Spielminuten den 5:5-Ausgleich der Schwaben hinnehmen. Danach kam der HSG-Express aber langsam ins Rollen. „Wir sind wie immer sehr hohes Tempo gegangen, sind viele Angriffe gelaufen“, sagte Thomas Zim. „47 Tore sind aber schon ein Haufen Holz.“ Sechs Tore betrug der Vorsprung nach 20 Minuten, doch bis zur Pause sollte er nicht wesentlich weiter anwachsen (23:16). Nach dem Seitenwechsel war Konstanz dann jedoch schon nach etwas mehr als 34 Minuten auf 27:17 enteilt – und ließ nun bis zum Ende nicht locker. Während bei Ostfildern immer mehr die Kräfte schwanden, konnte die HSG ohne Tempo- oder Leistungsabfall alle 13 Spieler einsetzen. Alle Feldspieler der Gelb-Blauen konnten sich dabei in die Torschützenliste eintragen und sorgten in den letzten zehn Minuten dafür, dass aus einem 37:27-Zwischenstand (50.) am Ende ein 47:32-Sieg wurde.

„Das war ein Ausrufezeichen“, freute sich Thomas Zilm über den klaren Sieg, vielmehr aber noch über die Konzentration und Ernsthaftigkeit seiner Mannschaft bei der Lösung einer vermeintlichen Pflichtaufgabe. Zilm: „Wir wollten nicht nur spielen und gewinnen, sondern auch dominieren. Diese Reifeprüfung haben die Jungs nach etwas Abtasten gut gemeistert.“ Konstanz war es schnell gelungen, dem Gegner sein Tempospiel aufzudrücken, das Ostfildern mit zunehmender Spieldauer nicht mehr mitgehen konnte. „In der zweiten Hälfte sind unsere athletischen Vorteile dann immer besser zum Tragen gekommen“, so der HSG-Coach.

Großen Anteil daran hatte die große Breite des Kaders, in der „jeder, der reingekommen ist“, so Zim weiter, „sofort das Tempo weitergegangen ist. Die Jungs haben das gut gemacht, es gab nie einen Abbruch.“ Damit konnte der Zweitliga-Nachwuchs die beiden Big Points gegen Wolfschlugen und die Rhein-Neckar Löwen vergolden und hat im Kampf um Rang sechs und die direkte Bundesliga-Qualifikation zunächst alle Trümpfe selbst in der Hand. „Es sieht im Moment gut aus für uns“, hat Zilm derzeit gut lachen. Fragt man den B-Lizenzinhaber nach den nächsten Aufgaben, so warnt er jedoch gleich wieder eindringlich: „Man darf auch die Mannschaften auf den hinteren Rängen nicht unterschätzen und muss sehr vorsichtig sein.“ So wie am Samstag, wenn direkt vor dem Zweitliga-Kracher der HSG gegen Düsseldorf (20 Uhr) um 17 Uhr der VfL Günzburg am Bodensee vorstellig wird. Die Marschroute ist für den B-Lizenzinhaber jedenfalls klar: „Wir sind in einem Lauf, den wollen wir natürlich unbedingt fortsetzen.“

HSG Ostfildern – HSG Konstanz 32:47 (16:23)

HSG Konstanz: Moritz Ebert, Sven Koester (Tor); Felix Fehrenbach (2), Lars Michelberger (7), Jonas Hadlich (4), Julian Kirschmann (2), Joel Schamberger (1), Joel Mauch (13/9), Julian Küchler (3), Moritz Dierberger (3), Johnny Polis (6), Niklas Duffner (2), Hannes Schlegel (4).

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