Jubel auf der Bank bei den Spielern aus dem Landkreis Oldenburg. - Foto: Christoph Braun

14.03.2018 · Jugend-Bundesliga, JBLH männlich · Von: pm verein

Punkte 5 und 6 für Grüppenbühren/Bookholzberg

71 Sekunden vor Schluss schwappte die Stimmung beim Nord-Bundesligisten HSG Grüppenbühren/Bookholzberg über. Sein Kreisläufer Tilman Dehmel hatte sich einen Abpraller als erstes geschnappt und ihn zum 26:22 (14:9)-Endstand über den HC Empor Rostock verwandelt. Danach erhoben sich die 210 Zuschauer von den Sitzen und spendeten ihrem Team bis weit nach dem Abpfiff tosenden Applaus.

„Ich brauchte gar nicht groß nachzudenken sondern musste einfach nur noch drauf werfen“, strahlte Dehmel über die Punkte fünf und sechs des Aufsteigers. Der steht zwar in der Tabelle aktuell ganz unten, dafür liegt der Dorfklub aus dem Landkreis Oldenburg in punkto Stimmung auf den Rängen und der Zuschauergunst mit einem Schnitt von 284 Fans zusammen mit dem Mit-Aufsteiger TV Oyten ganz weit vorne.

Grüppenbühren/Bookholzberg und Rostock hatten sich in der Halle am Ammerweg ein kampfbetontes, aber trotzdem faires Spiel geliefert. Die Ostseestädter hatten jedoch grippebedingt nur zehn Spieler aufbieten können, darunter zwei B-Jugendliche. Aber auch der Gastgeber war mit den Ausfällen seiner Stammspieler Simon Schreiner (Hand-Operation), Kian Krause (Fußprobleme) und Bennet Krix (Bänderriss im Fuß) kräftig gebeutelt. Letztendlich war es die starke Abwehr des Gastgebers, die den entscheidenden Unterschied ausmachte. „Diesmal hatten wir Rostocks Torjäger Patrick Schmidt besser in den Griff bekommen“, meinte Norman Lachs, der in der HSG-Deckung als Vorgezogener eine überragende Leistung zeigte. Außerdem war dessen Schlussmann Torben Knop, Beachhandball-Nationalkeeper (EM-Bronzemedaillengewinner 2017 von Kroatien), mit insgesamt 14 Paraden zwischen den Pfosten klasse aufgelegt.

Dadurch setzten sich die Hausherren über das 3:1 von Mirko Reuter auf 7:2 (Niklas Kowalzik/15.) ab und nahmen die Fünf-Tore-Führung mit in die Pausenbesprechung (14:9). „Ich kann meiner gesamten Mannschaft nur ein Lob aussprechen, jeder hat für den anderen gespielt und gekämpft“, äußerte sich der HSG-Trainer Stefan Buß zufrieden.

„Im zweiten Durchgang hatten wir Grüppenbühren mit unseren beiden Kreisläufern einige Probleme bereitet“, meinte Rostocks Trainer Andreas Köster, dessen Team zusätzlich von den plötzlich auftretenden Angriffsschwächen des Schlusslichts profitierte. „Tatsächlich hatten wir da völlig den Faden verloren“, gab Stefan Buß zu, der das fast ausschließlich aus dem jüngeren Jahrgang bestehende Team auch in der kommenden Saison zusammen mit Andreas Müller weiter trainieren wird.

Daher drehten die Gäste den Spieß durch den Treffer von Paul Schefuß innerhalb von acht Minuten um, bevor die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg den Rostocker Aufwind beim 15:16 mit einem Time-out stoppte (38.) „Danach hatten wir wieder wesentlich besser gedeckt“, analysierte Stefan Buss. Doch nicht nur das: Im Angriff drehten der nervenstarke Siebenmeterschütze Niklas Kowalzik, der zweikampfstarke Kreisläufer Henk Braun (2) und der Linksaußen Piet Gerke den Spieß mit vier Toren in Folge zum 19:16 um (45.). Kurze Zeit später erhöhte das Buß-Team über 22:18 (Piet Gerke/50.) bis auf 25:20 (Niklas Kowalzik/56.). „Grüppenbühren war in der Breite besser aufgestellt als wir und hat absolut verdient gewonnen“, erkannte der Empor-Trainer Andreas Köster den Sieg des Gastgebers neidlos an.

HSG Grüppenbühren/Bookholzberg: Knop, Kinner; Lippe (3), Lachs (2), Gerke (3), Harfst, Schultz, Reuter (3), Braun (5), Kowalzik (6/5), Hennemann (3), Dehmel (1).

HC Empor Rostock: Moritz, Christofori; Schmidt (4), Neumann (1), Traub (6), Zimmer, Schefuß (2), Meyer (6/3), Schulz (3), Meier

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