Burgdorfs Trainer Carsten Schröter will mit seinem Team die schwache erste Halbzeit in Minden vergessen machen. - Foto: Christian Bendig

10.05.2018 · Jugend-Bundesliga, JBLH männlich · Von: cb/pm vereine

DM B-Jungen: Ost-Duell verspricht Hochspannung

Bereits morgen starten die Viertelfinals um die Deutsche Meisterschaft bei den B-Jungen in ihre heiße Phase. Vor allem das Duell zwischen dem SC DHfK Leipzig und dem SC Magdeburg verspricht ordentlich Spannung. In den weiteren drei Viertelfinals müssen die Gastgeber zum Teil deutliche Rückstände aufholen. Überraschend deutlich endete das Hinspiel der Wiederauflage des letztjährigen Endspiels. Die Rhein-Neckar Löwen bezwangen vor eigenem Anhang den Titelverteidiger Füchse Berlin mit 23:18.

TSV Burgdorf - GWD Minden (25:32)

Während des Hinspiels schien bereits kurz nach der Pause eine Vorentscheidung zugunsten der Mindener gefallen zu sein. Die führten mit 23:13 und strebten einem Kantersieg entgegen. „Ich wusste aber in der Halbzeit, dass das Spiel noch lange nicht entscheiden ist. Dafür hat Burgdorf hat zu viel Qualität. Mir war klar, dass sie wieder zurückkommen würden. Das taten die Jungrecken auch und GWD schwamm bei der 28:24-Fürhrung bedenklich, berappelte sich aber wieder und siegt im Endspurt noch deutlich. „Wir standen leider in Hälfte eins völlig neben uns", waren auch Trainer Carsten Schröter und Axel Unruh vom Spielverlauf enttäuscht. Mut macht allerdings die leider nur kurze Hochphase, in der die Spieler andeuteten, dass sie es besser können. Sieben Tore Differenz ist eine hohe Hürde, aber die Jungs wollen am kommenden Freitag, dem 11.05.2018 um 20.15 Uhr in der heimischen Gudrun-Pausewang-Schule alles probieren und hoffen auf große Unterstützung von den Rängen. Verzichten muss die TSV hier aller Voraussicht nach auf Torhüter Nils Mecke, der sich kurz vor dem Ende am Oberschenkel verletzte.

SC DHfK Leipzig - SC Magdeburg (18:19)

Beide Mannschaften kennen sich in und auswendig. Trafen sie in der laufenden Saison schon dreimal aufeinander. Alle Spiele gestalteten die Clubjungen zu ihren Gunsten. Dennoch ist und war der Gast aus Leipzig, ein Gegner auf absoluter Augenhöhe und sollte trotz der Erfolge nicht unterschätzt werden. „Es ist ein Sieg für die Moral der Mannschaft und den Teamgeist. Es ist noch nichts entschieden", so SCM-Trainer Julian Bauer nach dem Nerven aufreibenden Hinspiel. Für die Messestädter, die in dieser Altersklasse erstmals die Deutsche Meisterschaft erreichten, ist in Bezug auf den Halbfinaleinzug noch alles möglich. Im Achtelfinale schaltete man das Schwergewicht SG Flensburg-Handewitt aus. Mit dem Heimvorteil im Rücken, wollen die Schützlinge von Trainer Matthias Albrecht alles geben, in die Runde der besten Vier einzuziehen.

Füchse Berlin Reinickendorf - Rhein-Neckar Löwen (18:23)

Die Rhein-Neckar Löwen fahren mit einem scheinbar beruhigenden Fünf-Tore-Vorsprung nach Berlin. Doch Trainer Daniel Meyer war die Schwere der Aufgabe bereits nach dem überzeugenden und durch eine geschlossene Mannschaftsleistung zu Stande gekommenen Hinspielsieg klar: „Wir werden uns jetzt eine Woche akribisch auf das Rückspiel in Berlin vorbereiten. Die Chance, die wir uns heute im Hinspiel erarbeitet haben, wollen wir nutzen.“ Dass die Niederlage nicht noch deutlicher ausfiel, hatten die Berliner ihrem Keeper Gustav König zu verdanken, aber auch er konnte nicht verhindern, dass die Füchse nach dem 15:15 durch ihren besten Werfer Philipp Reineck (7/1) dem Schlussspurt der Löwen wenig entgegen zu setzen hatten.

TPSG Frischauf Göppingen - Bayer Dormagen (29:34)

Im Viertelfinal-Hinspiel um die Deutsche Meisterschaft setzte sich die B-Jugend des TSV Bayer Dormagen nach spannenden 50 Minuten mit 34:29 (17:15) gegen Frisch Auf Göppingen durch. „Das Ergebnis ist eine gute Ausgangslage für das Rückspiel", betonte Trainer David Röhrig, der vor allem mit seiner Offensive zufrieden war: „Der Angriff hat sicher eine der besten Leistungen der gesamten Spielzeit gezeigt." Dabei ragte besonders der schnelle Linksaußen Maximilian Hinrichs heraus, der mit seinem Wurfrepertoire sogar die anwesenden Spieler der 1. Mannschaft zu Begeisterungsstürmen veranlasste. Woran es in der Abwehr gehakt hat, soll jetzt die Videoanalyse aufzeigen. Zu oft kamen die wurfstarken Simon Dudium und Tim Kaulitz zum Abschluss. Dabei fingen die Dormagener sich dann noch einige unnötige Zeitstrafen ein. Röhrig: „Wir müssen in Göppingen unsere hervorragende Angriffsleistung konservieren und die Defensive verbessern. Nur dann können wir tatsächlich ins Halbfinale einziehen."

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