Jubel über den Viertelfinal-Einzug bei der HSG Badenstedt. - Foto: Verein

28.02.2017 · Jugend-Bundesliga, JBLH weiblich · Von: pm verein

Nichts für Nervenschwache – Die Jungwilden sichern sich gegen Frischauf Göppingen das DM-Viertelfinale

In einem wahren Krimi mit Happy End kämpften sich die „Jungwilden“ der HSG Hannover-Badenstedt mit einem 31:28 (15:15) Sieg bei Frischauf Göppingen ins Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft.

Die Gastgeber erwischten allerdings den besseren Start gegen die HSG, bei der sich die lange Anfahrt wie auch die Belastung einiger Leistungsträger aus der Zweitliga-Begegnung gegen den HC Rödertal am Vorabend bemerkbar zu machen schienen. Entsprechend ernüchternd zunächst der 5:10 Rückstand (15.) aus Badenstedter Sicht, FAG gelangen gegen eine noch nicht wache Abwehr der „Jungwilden“ leichte Tore. Youngster Amelie Möllmann und Isabelle Dölle führten Badenstedt aber wieder näher heran. Rabea Pollakowski erzielte den Anschlusstreffer zum 13:14 (57.), wieder Dölle und Alina Defayay sicherten im Anschluss das Remis bis zum Pausenpfiff. Die verbesserte Abwehrarbeit ab der 15. Minute hatte auf Seiten der HSG aber auch ihre Kosten, denn Isabelle Dölle wie auch Julia Redder waren nach der zweiten Zeitstrafe bereits in die Hochrisikoklasse für den roten Karton eingestuft.

Mit Kampfgeist und Übersicht

Im zweiten Durchgang gelang Natalie Pagel mit dem Führungstreffer zum 16:15 zwar ein guter Auftakt, dennoch schien Badenstedt verunsichert. Göppingen hatte nämlich seine Hausaufgaben gemacht, Julia Redder und Isabelle Dölle wurde das Leben durch eine Manndeckung häufig schwer gemacht. Ein verwandelter Strafwurf durch Göppingens Lisa Frantz warf die HSG auf 19:23 (43.) zurück. Sich in ein Spiel bei Rückstand hinein zu kämpfen hat in Badenstedt ja Tradition. Dem HSG-Nachwuchs gelang eine erneute Leistungssteigerung. Ein lupenreiner Hattrick von Alina Defayay stellte die Anzeigetafel auf 24:24 (51.), Julia Redder gelangen die Führungstreffer zum 25:26 wie auch zum 27:28, aber Göppingen glich 96 Sekunden vor dem Abpfiff erneut aus. Florian Marotzke versammelte sein Team zur Auszeit und schien die richtigen Worte gefunden zu haben. Isabelle Dölle, Amelie Möllmann und Alina Defayay machten das Viertelfinale mit den letzten Toren des Spieles klar. „Meine Mannschaft hat das Spiel mit Überlegung und Übersicht in der Schlussphase gut zu Ende gebracht“, lobte Trainer Florian Marotzke, wie die mitgereisten Fans leicht verschwitzt.

Der kommende Gegner im Viertelfinale ist der VfL Oldenburg, die Termine für Hin- und Rückspiel wird zwischen den Spielwarten in den kommenden Tagen festgelegt.

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