26.05.2017 · Slider, Home, Jugend, JBLH weiblich · Von: lho

Final Four der weiblichen B-Jugend am Wochenende in Bad Soden

Vier Mannschaften, ein Ziel: Deutscher Meister 2017. In den kommenden zwei Tagen (27./28. Mai) kürt die weibliche B-Jugend beim Final Four-Turnier in Bad Soden den neuen Titelträger. Gesucht wird der Nachfolger der HSG Blomberg-Lippe, die sich im vergangenen Jahr die Meisterschaft sicherte. SPORTDEUTSCHLAND.TV überträgt das gesamte Turnier aus Hessen live (erreichbar unter www.dhb.de/live).

dhb.de stellt die vier Teilnehmer des diesjährigen Final Fours vor.  

 

wjSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhochstädt: 

Besser hätte die Saison für den Gastgeber des Final Fours bislang nicht laufen können: Erstmals in der Vereinsgeschichte ist die wjSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhochstädt für das Final Four qualifiziert und spielt somit um die Deutsche Meisterschaft. Damit sicherte sich das Team von Paul Günther und Kirsten Kohnagel auch automatisch die Qualifikation zur A-Jugend-Bundesliga für die Saison 2017/2018.

Für viele Mannschaften ist die wjSG dennoch eine Unbekannte und nur schwer auszurechnen. Doch gerade diese Situation machte Bad Soden bislang so stark. Denn bereits im Viertelfinale überraschte man die starke Konkurrenz der SG Kappelwindeck/Steinbach mit einem 28:23-Erfolg und setzte somit ein klares Zeichen.

„Es war unser Ziel, den vermeintlich stärksten Konkurrenten gleich im ersten Spiel in Baden-Württemberg zu überraschen, zumal diese sich ihrer Sache sehr sicher schienen und schon von der Deutschen Meisterschaft träumten“, erklärt Günther. Das Rückspiel war somit der Vorentscheidung zum Einzug unter die vier besten Mannschaften in Deutschland. Und auch dies bestritt die wjSG erfolgreich. Das Team setzte sich erneut gegen die Konkurrenz aus Baden-Württemberg durch und zog bereits am zweiten Spieltag in das Final Four ein.

Jetzt gilt es für die Mannschaft, die zum Teil aus Spielerinnen besteht, die bereits im letzten Jahr im Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft standen, sowie Talenten, die neu dabei sind, weiter Vereinsgeschichte zu schreiben und den Titel in eigener Halle einzufahren.

 

BVB 09 Dortmund: 

„Viele emotionale Höhepunkte und ein Highlight nach dem anderen“ -  so beschreibt Trainer Henning Schierbaum die Saison der weiblichen B-Jugend des BVB Dortmund Handball.

„Wir haben bereits ein sehr emotionales Spiel um die Westfalenmeisterschaft gegen die HSG Blomberg-Lippe erlebt. Die Spielerinnen kennen sich durch die Auswahl in- und auswendig und mussten an diesem Tag gegen- statt miteinander spielen“, erklärt Schierbaum.

Doch für die Mannschaft, die mehrere Spielerinnen der Jugend-Nationalmannschaft in ihren Reihen hat, war dies nicht die einzige „emotionale Achterbahn“ (Schierbaum). Ein Großteil des Teams spielte in diesem Jahr um die Schulmeisterschaft bei JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA oder gehört dem Kader der Jugend-Nationalmannschaft an.

Für Schierbaum hat die Mannschaft aus Bad Soden daher einen klaren Vorteil: „Sie haben keine Nationalspielerinnen in ihren Reihen und können sich das ganze Jahr über auf das Final Four vorbereiten.“ Dass dem BVB dennoch ganz klar die Favoritenrolle zugeschrieben wird, ist auch Schierbaum bewusst. Da der Halbfinalgegner aus Bad Soden einen ganz klaren Heimvorteil hat und mental frischer ist, sieht der Trainer die Chancenverteilung bei 50 Prozent.

„Bad Soden hat als Gastgeber einen Heimvorteil und kann auf die Kulisse und Fans bauen. Zudem ist das Final Four für die Spielerinnen der einzig emotionale Höhepunkt in dieser Saison. All diese Faktoren werden am Wochenende eine Rolle spielen. Dennoch bin ich der Meinung, dass wir klar in der Favoritenrolle sind und wenn wir alles auf die Platte bekommen, werden wir auch nur schwer zu schlagen sein.“

 

SG BBM Bietigheim:

Die SG BBM Bietigheim dürfte spätestens nach dieser Saison allen Handball-Kennern ein Begriff sein. Nachdem die Bundesliga-Mannschaft der Frauen erst letzte Woche den Meistertitel in Empfang nahm, sind jetzt alle Blicke auf den Nachwuchs gerichtet. Denn auch die weibliche B-Jugend spielte bislang eine souveräne Saison. Jedoch legten die SG-Talente keinen klaren Durchmarsch hin und musste sich bereits im Vorfeld das eine oder andere Mal geschlagen geben. 

Denn die Mannschaft vom Trainerduo Steffi Jahnke und Sven Bühler hatte im Vorhinein mit einigen Hochkarätern zu kämpfen, setzte sich am Ende jedoch durch und steht somit im Final Four um die Deutsche Meisterschaft.

Die SG musste sich zunächst in der traditionell starken Baden-Württemberg Oberliga mit dem zweiten Platz hinter der SG Kappelwindeck/Steinbach begnügen. Allerdings berechtigt auch der zweite Platz in dieser Liga zur Teilnahme am Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft. Doch auch hier mussten die Spielerinnen aus Baden-Württemberg einen ersten Rückschlag hinnehmen. Denn bereits am ersten Spieltag traf man auf die Mannschaft des starken TV Aldekerk und musste sich mit einem Tor geschlagen geben. Kurz darauf dann das Spiel gegen den Frankfurter Handballclub. Bereits hier schien der Traum von der Teilnahme am Final Four schon fast vorbei, als es wenige Sekunden vor Schluss gegen die Frankfurterinnen bei gegnerischem Ballbesitz nur Unentschieden stand. Dennoch zeigte das Team von Jahnke und Bühler genau in diesen Sekunden Nervenstärke und fing einen Querpass der Brandenburgerinnen ab und erzielte quasi mit dem Schlusspfiff das Siegtor.

Das Rückspiel gegen den TV Aldekerk sollte daher das vorweggenommene Endspiel werden. Und dies entschied die SG mit einem 35:30-Erfolg für sich - der Einzug in das Final Four war somit perfekt.

Ob die SG auch den nächsten Favoriten aus Leipzig aus dem Turnier werfen kann, wird sich dann am kommenden Wochenende entscheiden. Sicher ist jedoch, dass es bisher keiner weiblichen Jugend-Mannschaft der SG gelang, in das Final Four einzuziehen.  

 

HC Leipzig: 

Bereits im letzten Jahr kämpfte der HC Leipzig mit dem jüngeren Jahrgang der weiblichen B-Jugend im Final Four um die Deutsche Meisterschaft. Jedoch musste man sich hier im Finale deutlich der HSG Blomberg/Lippe geschlagen geben. Für das Trainerduo Hubert Probst und Jacob Dietrich war das Saisonziel also von Beginn an klar: Deutscher Meister 2016/17.

Bislang sind die Leipzigerinnen den vor der Saison gesetzten Erwartungen vollauf gerecht geworden. Das Team errang souverän die mitteldeutsche Meisterschaft und auch die Viertelfinalgegner aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein konnten den Sächsinnen zu keinem Zeitpunkt gefährlich werden. 

Der HC verfügt, ähnlich wie der Nachwuchs des BVB, über zahlreiche Nationalspielerinnen, die auch in den älteren Jahrgängen sowie in den Senioren-Mannschaften zum Einsatz kommen. Des Weiteren spielten viele von ihnen ebenfalls um die Schulmeisterschaft, bei der es im Duell zwischen Leipzig und Dortmund zu einem vorzeitigen Showdown des Final Fours kam.

 

Der Spielplan im Überblick:  

Halbfinale, Samstag, 27.Mai:

15 Uhr: wjSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhochstädt – BVB Dortmund Handball

17.30 Uhr SG BBM Bietigheim – HC Leipzig

Spiel um Platz 3, Sonntag, 28. Mai:

12.30 Uhr: Verlierer Halbfinale 1 – Verlierer Halbfinale 2

Finale, Sonntag, 28.Mai:

15 Uhr: Sieger Halbfinale 1 - Sieger Halbfinale 2 

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