Die beim Wettbewerb um den Länderpokal eingesetzten Schiedsrichter und ihre Coaches: „So viel qualifiziertes Feedback bekommt man bei kaum einer anderen Veranstaltung.“ – Foto: Schlotmann

15.12.2016 · Home, Schiedsrichter · Von: oti

Coaching beim Länderpokal: Schiedsrichter mit Perspektive und Talente Seite an Seite

„Das sind Schiedsrichter-Kollegen, von denen das Gros die Talente auch während ihrer weiteren Entwicklung begleiten wird“, sagt Nils Szuka, Schiedsrichteransetzer Bundesligakader des Deutschen Handballbundes (DHB). Neun Gespanne aus dem Perspektiv- und eins aus dem Nachwuchskader begleiten seit Donnerstag und noch bis Sonntag den Wettbewerb um den DHB-Länderpokal der Jahrgänge 2000 und jünger der männlichen Jugend in Berlin.

Die Leitung der Spiele des Vergleichs der 20 Auswahlmannschaften der Landesverbände durch die Jungschiedsrichter ist Teil des Programmes Perspektive 2020 des DHB. Die Schiedsrichterkommission nutzt die Veranstaltung gezielt für das Coaching und die Fortbildung. Szuka: „Bei der Auswahl der Gespanne haben wir nicht nur geographische Kriterien angelegt, sondern auch die Leistungen, die die Schiedsrichterkollegen bisher gezeigt haben.“

Maßnahmenbeginn war am Mittwochmorgen noch vor Beginn der ersten Spiele des Länderpokals mit einer Schulung und dem Festlegen der Regelschwerpunkte, deren Umsetzung von den 20 Nachwuchs-Referees im Alter von 19 bis 25 Jahren erwartet wird. „Vorteil und Spielgedanke, Progression im Strafmaß“, erklärt Szuka. Die Regelschwerpunkte seien in Abstimmung mit der Sportlichen Leitung des DHB von Schiedsrichterwart Wolfgang Jamelle mit Bedacht gewählt: „Wir wollen damit zeigen, dass es nicht unser Ansinnen sein kann, den Spielfluss der Begegnungen zu unterbrechen“, erklärt der Schiedsrichteransetzer Bundesligakader.

Ähnlich wie die Talente der Auswahlmannschaften absolviert jedes Gespann zwei Begegnungen am Tag; und wird dabei von einem Coach begleitet. „Um unseren Kollegen unmittelbaren nach den Spielen auch ein Feedback zu geben“, so Szuka. Neben ihm und Wolfgang Jamelle werden die Referees durch Hagen Becker (Ansetzer Jugendbundesliga), Bernd Ullrich (Verantwortlicher Nachwuchskader) und Harald Mohr (Schiedsrichterwart 3.Liga) in den Hallen betreut.

Nach Abschluss der jeweiligen Spieltage treffen sich die Coaches und Schiedsrichter zu einer Tagesabschlussrunde, um Erfahrungen auszutauschen und Auffälligkeiten zu besprechen.

Das Konzept scheint aufzugehen. Alexander Scheller vom TSV Schöppenstedt: „So viel qualifiziertes Feedback, ob von unseren Coaches oder auch den Landestrainern, bekommt man bei kaum einer anderen Veranstaltung.“

 

 

 

 

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