Schiedsrichterwesen in der Diskussion: Moderator Christian Schenk mit Robert Schulze, Alan Schaban und Matthes Westphal (von links). – Foto: Schlotmann

17.12.2016 · Schiedsrichter, Home, Jugend · Von: oti

Eliteschiedsrichter Schulze beim DHB-Abend im Zuge des Länderpokals: „Mehrwerte für die Persönlichkeit“

„Wenn man an sich selbst arbeiten möchte, dann gehört es auch dazu, Fehler einzugestehen“, sagt Alan Schaban aus dem Schiedsrichter-Nachwuchskader des Deutschen Handballbundes. Gemeinsam mit seinem Gespannpartner Matthes Westphal und dem Eliteschiedsrichter Robert Schulze sprach Schaban Freitag während des DHB-Abends im Zuge des DHB-Länderpokals in Berlin gegenüber Moderator Christian Schenk von Ausbildungswegen im Schiedsrichterwesen und genauso über Motivation sowie An- und Einsichten.

Robert Schulze im Hotel im Hotel Berlin, Berlin: „Ich habe Handball schon immer geliebt. Wer einmal dem Sport verfallen ist, der kann nicht mehr loslassen.“ Als Jugendlicher habe sich der aktuelle IHF- und EHF-Schiedsrichter zum Ziel gesetzt, auch in großen Arenen Teil des Spiels zu sein. „Ich habe mir aber auch eingestehen müssen, dass es als Spieler dafür nicht reicht.“ Nach seiner Empfindung sei es schlussendlich egal, „ob man als Spieler, Torhüter, Trainer oder Schiedsrichter in den Arenen unterwegs ist. Eine Erfahrung ist es auf jeden Fall.“

Schulze zu den internationalen Einsätzen: „Du lernst nicht nur fremde Städte, sondern auch fremde Kulturen kennen. Das nimmst du für deine Persönlichkeit mit.“

Alan Schaban: „Man kann viel lernen, wenn man als Schiedsrichter unterwegs ist; unter anderem auch, in Konfliktsituationen ruhig zu bleiben. Und man sieht sehr viel, kann viele Kontakte knüpfen.“

Wünschen würden sich Robert Schulze, Alan Schaban und Matthes Westphal mehr Wertschätzung für die Leistungen der Schiedsrichter. „Gerade im Breitensport, in den Tiefen unseres Sports, und vor dem Hintergrund, dass wir viele junge Leute haben“, sagte Westphal am Freitag. „Wichtig ist, dass wir diese jungen Leute bei der Stange halten und sie auch wirklich Spaß am Schiedsrichterwesen entwickeln können. Da sind wir im Moment auf dem falschen Weg.“ 

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