Vertragsunterzeichnung in Oldenburg: Prof. Dr. Jörg Schorer und Stefan Hüdepohl (vorne von links) sowie Jan Friedrich (Bildungsreferent Handball-Verband Niedersachsen), Dieter Hunstock, Hauke Rickels und Ulrich Kaphengst (Institut für Sportwissenschaft, hinten von links). - Foto: Schlotmann

10.12.2017 · Landesverbände, Trainer, HV Niedersachsen · Von: oti

Hüdepohl zu Kooperation mit der Uni Oldenburg: „Handball in den Schulen platzieren“

Die Tinte unter den Verträgen ist noch nicht trocken: Vertreter des Handball-Verbandes Niedersachsen (HVN) und der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg haben am Rand der Vorrundenbegegnungen der Handball-Frauen-WM in Deutschland eine Vereinbarung unterschrieben, die die zukünftige Zusammenarbeit regelt. Stefan Hüdepohl, Präsident des Handball-Verbandes Niedersachsen, sprach am Freitag in Oldenburg von einer Win-win-Strategie: „Am Ende profitieren wir alle von der Zusammenarbeit.“

Laut Vereinbarung erkennt der Handballverband künftig den erfolgreichen Abschluss des Zwei-Fächer-Bachelors Sportwissenschaft mit den entsprechenden Leistungen in der Handballausbildung für den Erwerb der Trainer-C-Lizenz an. Bei Bedarf vermittelt der Verband Praktikumsplätze an Studierende der Carl von Ossietzky Universität.

Unterzeichnet haben die Vereinbarung neben Hüdepohl und Hunstock Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper und der Direktor des Instituts für Sportwissenschaft, Prof. Dr. Jörg Schorer.

Dieter Hunstock, Vizepräsident Bildung und Entwicklung des Handball-Verbandes, sieht weitere Kooperationsmöglichkeiten in einem inhaltlichen Austausch zwischen Dozenten und Trainern sowie in der Unterstützung der Studenten bei Bachelor- und Masterarbeiten mit dem Themengebiet „Handball“. Stefan Hüdepohl, auch Mitglied des Präsidiums des Deutschen Handballbundes: „Kooperationen mit Universitäten sind uns wichtig. Wir wollen die Wissenschaft anzapfen, um Antworten auf Fragen zu bekommen. Um den Handball wieder vermehrt in den Schulen zu platzieren, müssen wir bereits in der Lehrerfortbildung erste Pflöcke in den Boden schlagen.“

Zustande gekommen war die Zusammenarbeit zwischen der Universität und dem Verband über Kontakte zwischen Ulrich Kaphengst, Fachleiter Handball am Institut für Sportwissenschaft der Carl von Ossietzky Universität, sowie dem ehemaligen Studenten Hauke Rickels. Rickels engagiert sich ehrenamtlich in der Trainerausbildung des Verbandes.

Ulrich Kaphengst: „So ein Austausch ist für alle Beteiligten bereichernd. Für die Studierende ist es eine attraktive Geschichte, ihre universitäre Ausbildung mit der C-Trainer-Lizenz zu komplettieren und zu garnieren.“

Neben der Leibnitz-Universität Hannover und der „Leuphana“ in Lüneburg ist die Carl von Ossietzky Universität jetzt die dritte Universität, mit der der Handball-Verband Niedersachsen kooperiert. Dieter Hunstock: „Mein Ziel ist, dieses Feld der Kooperationen noch weiter auszuweiten. Es ist viel wert, wenn man sich die pädagogischen Qualitäten der Universitäten zunutze machen kann.“

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