Dr. Steffen Greve und Frank Hamann (von links), Autoren von Handball in Stundenbildern. Auf dem Bild fehlt Thomas Krüger. – Foto: Schlotmann

11.12.2017 · Jugend, Home, Trainer · Von: oti

Handball in Stundenbildern – „Eigentlich darf das in keiner Lehrerbibliothek fehlen“

Die Initialzündung gaben eine Tagung der Hochschulsportreferenten und Fachleiter der Hochschulen – „und viele, viele kritische Gespräche mit Steffen Greve und Thomas Krüger zum Thema Handball in der Schule“, sagt Diplom-Sportwissenschaftler Frank Hamann. „Wir haben dann irgendwann gesagt, wir müssen zur Tat schreiten.“ Als Arbeitsergebnis stellt das Autorenteam die knapp 200 DIN-A-4-Seiten umfassende Arbeitshilfe „Handball in Stundenbildern“ vor. Dr. Steffen Greve: „Wir hatten schon ewig geplant, so etwas zu machen. Dann kam der Verlag mit Hinweis auf die Reihe ‚Sport in der Sekundarstufe‘ auf uns zu.“ Erschienen ist „Handball in Stundenbildern“ im Limpert-Verlag. Die Arbeitshilfe, mit der das Autorenteam sich speziell an Lehrer wendet, die genauso immer häufiger von Vereinstrainern eingesetzt wird, ist zum Preis von 19,95 Euro über die ISBN-Nummer 9783785319246 zu beziehen.

Die Buchreihe „Sport in der Sekundarstufe“ des Limpert-Verlages liefert erprobte und sofort umsetzbare Stundenbilder für den Sportunterricht aller Schulformen von Klasse fünf bis zur gymnasialen Oberstufe.

Steffen Greve, von Haus aus Lehrer, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Leuphana-Universität Lüneburg, Inhaber der Trainer-A-Lizenz Handball sowie ehrenamtlicher Referent für Kinder- und Schulhandball des Deutschen Handballbundes (DHB): „Was bisher in der Reihe fehlte, waren Stundenbilder aus dem Bereich Handball. Da kamen Frank und Thomas mit ins Spiel, weil wir ohnehin schon im Dialog standen.“

Steffen Greve kennt Frank Hamann, EHF-Mastercoach und als hauptamtlicher Mitarbeiter beim DHB für den weiblichen Nachwuchsbereich zuständig, aus dessen Wirkungszeit in Hamburg. Hamann und Thomas Krüger, dritter Autor im Bunde, Lehrer und ehemaliger hauptamtlicher Mitarbeiter des Bremer Handballverbandes, knüpften einst als „Landestrainerkollegen“ Kontakte. Frank Hamann: „Wir drei arbeiten schon sehr lange zusammen; auf verschiedensten Ebenen.“

Verbunden habe das Trio bei den Arbeiten an „Handball in Stundenbildern“ ein gemeinsames großes Ziel: „Wir wollten Lehrern konkrete Unterrichtsbeispiele an die Hand geben, die sie einfach an der Schule umsetzen können“, sagt Steffen Greve. „Wir dürfen nicht immer Fachwissen voraussetzen. Es gibt einfach viel zu wenig Literatur in diesem Bereich.“

Frank Hamann sieht das ähnlich: Die Nachfrage sei da. „Das ergeben die vielen Gespräche mit Kollegen, die Trainer, aber auch Lehrer sind. Die Sportart Handball ist sehr komplex. Die Lehrer müssen schnell erkennen: das ist Handball und können sofort loslegen.“

Zusammengefasst haben Greve, Hamann und Krüger in ihrem Werk Unterrichtsmaterialien für die Klassenstufen fünf und sechs, sieben und acht, neun und zehn – „und für die Oberstufe“, erklärt Frank Hamann. Entstanden seien für jede Gruppe zehn Stundenbilder. „Man kann also ohne Probleme zehn Doppelstunden pro Jahrgang füllen. Das ist schon eine ganze Menge.“ In der Struktur seien die einzelnen Stundenbilder immer ähnlich aufgebaut. Hamann: „Wir leiten spielerisch ein. Dann gibt es einen Haupt- und einen Schlussteil mit einer Wettkampfform; also ähnlich wie eine Trainingseinheit im Verein, aber immer an den Rahmenbedingungen der Schule orientiert.“

Angereichert sind die Übungsbeschreibungen mit einer Vielzahl an Illustrationen. Steffen Greve: „So kann auch ein nicht fachkundiger Lehrer schnell erfassen, worum es in der Lerneinheit geht; was er im Detail für die Umsetzung braucht.“

Bei der Zusammenstellung der einzelnen Stundenbilder hätten er, Greve, und seine Autorenkollegen Anleihen in unterschiedlichster Fachliteratur genommen, aber vor allem den eigenen Fundus bemüht. „Herausgearbeitet haben wir ausschließlich Lerneinheiten, die wir alle schon eingesetzt haben und von denen wir bis ins letzte Detail überzeugt sind“, sagt der A-Lizenzinhaber.

Gemeinsam mit Frank Hamann blättert er in dem Gemeinschaftswerk der drei Autoren – und wirkt zufrieden: „Eigentlich darf das in keiner Lehrerbibliothek fehlen.“

 

 

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