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Frankreich-Trilogie: 26:26 zum Auftakt

14.07.2021

Das Kräftemessen zwischen den weiblichen U17-Nationalmannschaften Deutschlands und Frankreichs wird in nächster Zeit ein Dauerbrenner. Im Rahmen des Deutsch-Französischen Jugendwerks bestritten die beiden Nachbarn am Mittwoch in Créteil ihren ersten von drei Vergleichen binnen einer halben Woche, und auch bei der Europameisterschaft im montenegrinischen Podgorica (5. bis 15. August) stehen sich die Teams in der Vorrunde gegenüber. Zum Einstieg in die spannende Phase der EM-Vorbereitung trennte man sich mit 26:26.

Dass der Rhythmus nach rund anderthalbjähriger Pause ohne DHB-Einsatz noch nicht wieder am Optimum ist, liegt auf der Hand. So sahen beide Trainer Phasen, die sie voller Zufriedenheit beobachteten, aber auch solche, die Verbesserungspotenzial in sich trugen. „Insgesamt war die Leistung absolut in Ordnung. Die Begegnung war ein ständiges Hin und Her. Die Mannschaft hat gute Abschnitte gezeigt, dann aber auch wieder zu einfache Fehler gemacht", bilanzierte U18-Bundestrainer Gino Smits.

Die DHB-Auswahl hatte in der Anfangsphase mit dem starken Eins-gegen-eins-Verhalten der Französinnen Schwierigkeiten. Nach zehn Minuten stellten sich die Gäste besser auf diese Qualitäten der „Equipe tricolore" ein, auch Torhüterin Marie Weiss vom TuS Metzingen bekam einige Male die Hände an den Ball und parierte stark. Aufgrund sich einschleichender technischer Fehler und vergebener Torchancen lag Deutschland zum Ende der ersten Halbzeit mit 12:13 hinten.

Nach Wiederbeginn legte die Smits-Sieben einen guten Start hin und schien beim 23:20-Zwischenstand aus ihrer Sicht auf den Sieg hinzusteuern (50.). In den entscheidenden Minuten schlichen sich dann aber wieder ein paar Nachlässigkeiten ein, zudem endete der eine oder andere Angriff mit dem Stürmerfoul-Pfiff der Unparteiischen. Frankreich kam auf und glich in der Schlussminute zum 26:26 aus. Die DHB-Auswahl besaß anschließend mit dem letzten Angriff der Begegnung noch die Chance auf den Sieg, versuchte mit einem Kempa-Trick den spektakulären Abschluss zu setzen, aber dieser war nicht von Erfolg gekrönt. „Das Unentschieden ist insgesamt betrachtet leistungsgerecht. Aber wenn du zehn Minuten vor Schluss mit drei Toren in Führung liegst, rechnest du dir natürlich gute Chancen auf einen Sieg aus", resümierte Trainer Smits.

Am Freitagabend ab 18 Uhr treffen beide Mannschaften erneut aufeinander.  (RW)

Deutschland: Sarah Hübner, Marie Weiss - Magdalena Probst (2), Merle Albers (3), Paula Trawczynki, Merja Wohlfeil, Gianina Bianco (3), Pia Terfloth (2), Matilda Ehlert (2), Nieke Kühne (8/4), Leonie Baßiner, Lisa Fuchs (1), Lotta Röpcke (1), Maja Schönefeld, Lieselotte Heinrich, Viola Leuchter (4).