Melsungen jubelt trotz Niederlage und trifft im Finale auf Leipzig
mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen – SC Magdeburg 21:23 (11:12) – Ausgelassene Feier bei den Hausherren trotz der Niederlage: Denn dank des 27:25-Hinspielerfolgs reichte das Resultat zum Weiterkommen. Umso bitterer fiel das Resultat für die Magdeburger aus, die eine ähnliche Situation schon im Viertelfinale gegen die Füchse Berlin erlebten. Damals aber waren sie noch Nutznießer der Regelung, dass bei gleicher Differenz die höhere Zahl auswärts erzielter Treffer den Ausschlag gibt. Und kurz vor dem Ende sah es tatsächlich danach aus, als könnten die Gäste den Halbfinalverlauf zu ihren Gunsten drehen. Der SCM führte bereits mit 22:17 und wähnte sich zwei Minuten vor dem Abpfiff im Finale. Dann aber trafen Ole Pregler (2), Paul Kompenhans und Benjamin Fitozovic zum 21:22 und ließen die Melsunger Stadtsporthalle beben.
THW Kiel – SC DHfK Leipzig 24:25 (11:10) – Nicht weniger spannend verlief das zweite Halbfinale in Kiel. Letztlich jubelten die Gäste aus Leipzig über einen knappen 25:24-Erfolg, der nach dem 23:22-Hinspielsieg den Finaleinzug bedeutete. „Wir sind alle happy. Ich ziehe den Hut vor dieser tollen Leistung, unsere Jungs haben leidenschaftlich gekämpft und mental alles gegeben“, lobte DHfK-Coach Matthias Albrecht. Dabei zehrten die 50 Minuten schon gehörig an den Nerven aller beteiligten: Nach verhaltenem Beginn erspielten sich die Kieler Jungzebras bis zur Pause leichte Vorteile, ehe die Leipziger nach dem Seitenwechsel auch die Vorteile zu ihren Gunsten drehten. Dem 19:19-Ausgleich des THW (40.) folgten stetig wechselnde Führungen, ehe Franz Häcker nur Sekunden vor dem Abpfiff den Leipziger Siegtreffer erzielte.
Somit kämpfen in diesem Jahr die mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen und der SC DHfK Leipzig um die Deutsche Meisterschaft der männlichen B-Jugend. Das Hinspiel findet am kommenden Samstag, 8. Juni, um 16 Uhr in der Stadtsporthalle Melsungen statt. Das Rückspiel steigt eine Woche später, am 15. Juni, um 18 Uhr in der Leipziger Arena am Sportforum.
Quelle: ENI