51:19-Sieg: Weibliche U16 gewinnt gegen Usbekistan und zieht ins WM-Halbfinale ein
Deutschland wirft 27 Tore in der ersten Halbzeit
Die weibliche U16 ist bei der Weltmeisterschaft in Marokko weiterhin ungeschlagen. Die DHB-Auswahl gewinnt am Dienstag ihr drittes Vorrundenspiel gegen Usbekistan mit 51:19 (27:11) und ist Gruppensieger der Gruppe C mit 6:0 Punkten.
Zu Beginn des Spiels gingen die Gäste aus Usbekistan mit 1:0 in Führung. Doch es sollte die letzte Führung dieser Partie sein. In der zehnten Minute nahmen die Gäste bei einem Spielstand von 11:3 ihre erste Auszeit. Im Anschluss verlief die Partie ausgeglichen, sodass es in Minute 14 14:6 stand. Jedoch prägten viele Ballverluste das Spiel der Mannschaft aus Usbekistan, sodass das deutsche Team mit einem sechs Tore Lauf auf 20:6 stellen konnte (18.). Nora Lueg spielte sich erneut in den Vordergrund und warf in der ersten Halbzeit 5 Tore. Später wurde sie, wie bereits am zweiten Spieltag, zur Spielerin des Spiels gewählt. Nach der Auszeit baute die Mannschaft ihren Vorsprung auf 16 Tore aus und ging mit einem Halbzeitstand von 27:11 in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel zog die DHB-Auswahl bis zur 39. Minute auf 34:11 davon. Usbekistan blieb in der zweiten Hälfte neun Minuten torlos, was auch an den beiden Torhüterinnen Mercy Hacker und Jana Skill lag. Beide kamen im Spiel zusammen auf 16 Paraden und eine Fangquote von 46%. Im Angriffspiel verteilten sich die Tore auf 13 verschiedene Spielerinnen. Die besten Werferinnen waren Taya Nagel (8), Nora Lueg (6), Emma Schneeberger und Mia Hinz (jeweils 6 Tore).
Bundestrainer Gino Smits legte zuvor den Fokus der Partie auf das deutsche Angriffspiel: „Im Vorfeld war klar, dass wir das Spiel gewinnen sollten. Wir haben gesehen, dass gegen Tunesien bei unserer zweiten Welle Entwicklungsbedarf war, deshalb wollten wir heute bewusst die zweite Welle spielen.“ Zusätzlich sollte das Angriffspiel der Mannschaft optimiert und angepasst werden. „Im sechs gegen sechs haben wir versucht etwas Struktur in das Spiel zu bekommen“, sagt Smits.
Als Gruppensieger steht Deutschland in der Tabelle auf Platz eins. Am Donnerstag (ab 20.45 Uhr) wartet auf die Mannschaft das Halbfinale gegen Russland. Bundestrainer Smits ist optimistisch: „Die Tagesform wird im Halbfinale entscheidend sein. Ich glaube, dass wir eine realistische Chance haben.“ Alle Spiele der Weltmeisterschaft werden im Livestream auf dem Youtube-Kanal „IHF Competitions” übertragen.
Deutschland: Mercy Hacker, Jana Skill – Carlotta Werum (2), Mia Hinz (5), Nora Lueg (6), Noemi Kamen (4/1), Alina Mangold (4), Romy Sieber (3/1), Tilda Plöhn, Nika Lemke (2), Paulina Glomb (4), Taya Nagel (8), Mariella Koumtoudji Tchatat (3), Azelya Alici (2), Emma Schneeberger (5), Janne Uthmann (2).
Schiedsrichter: Mathilde Cournil (Frankreich) / Gad Imanimbahafi (Ruanda) / Line Welin (Schweden).
Zeitstrafen: Deutschland: 2 - Usbekistan: 4.
Siebenmeter: Deutschland 2/2 – Usbekistan 2/2