Bundestrainer Markus Gaugisch. - Foto: Mario Koberg
Bundestrainer Markus Gaugisch. - Foto: Mario Koberg

EHF EURO: Mit 16 Spielerinnen in Richtung Bratislava

29.10.2026 | Frauen

 

14 Vize-Weltmeisterinnen und zwei Debütantinnen / Markus Gaugisch: „Ein Stamm, der zusammengewachsen ist“ 

Der personelle Rahmen für die EHF EURO 2026 der Frauen in der Türkei, der Slowakei, Rumänien, Polen und Tschechien steht (4. bis 20. Dezember): Bundestrainer Markus Gaugisch hat am heutigen Freitag ein 16 Spielerinnen umfassendes Aufgebot für die Europameisterschaft nominiert.  

Angeführt wird die DHB-Auswahl von Kapitänin Antje Döll, insgesamt stehen im EM-Aufgebot 14 Vize-Weltmeisterinnen von der Heim-WM 2025, Farrelle Njinkeu (HSG Blomberg-Lippe) und Ida Petzold (TuS Metzingen) komplettieren den Kader und werden im Dezember Deutschland erstmals bei einem A-Endturnier vertreten.  

„Mit dem Aufgebot für die EHF EURO gehen wir kontinuierlich den Weg, den wir schon in den letzten Jahren bestritten haben. Wir haben einen Stamm, der seit Jahren zusammenspielt und zusammengewachsen ist und ergänzen ihn gezielt mit jungen und hungrigen Spielerinnen“, sagt Bundestrainer Markus Gaugisch. „Die Automatismen sind da, jetzt geht es mit dem Vorbereitungsstart um das Finetuning, um mit Turnierstart sofort bereit zu sein. Das müssen wir auch, denn mit Schweden wartet zum Auftakt sofort eine starke Mannschaft auf uns.“ 

Derzeit nicht im 16 Spielerinnen umfassenden Aufgebot der deutschen Frauen-Nationalmannschaft steht Xenia Smits. Die 32-Jährige, seit Sommer 2026 beim dänischen Topklub Odense Handbold unter Vertrag, ist Ende August erstmals Mutter geworden. Gaugisch: „Wir haben immer betont, dass wir Xenia die Zeit geben, die sie braucht. Von daher gibt es von unserer Seite keinen Druck. Eine EM-Teilnahme hängt aber auch von unterschiedlichen Faktoren ab, die wir aktuell noch nicht final wissen können. Das muss am Ende für vor allem Xenia, aber natürlich auch für uns passen. Die Tür zur EM ist offen und daher bleiben wir mit Xenia im regelmäßigen Kontakt." 

Am Donnerstagabend, 3. Dezember, muss der DHB beim Technical Meeting einen bis zu maximal 20 Spielerinnen umfassenden Kader benennen, aus dem für jede Partie 16 Akteurinnen frei ausgewählt werden können. Im Turnierverlauf können bis zu sechs Wechsel – zwei pro Turnierphase – aus dem der EHF bereits am 28. Oktober gemeldeten 35er-Kader durchgeführt werden.  

„Die Vorfreude auf die EHF EURO ist gerade nach den letzten Auftritten bei der Golden League gegen Dänemark und die Niederlande noch einmal gestiegen. Die Mannschaft hat erneut vor allem in der Abwehr gezeigt, dass sie alle Gegner vor Probleme stellen kann“, sagt Ingo Meckes, Vorstand Sport des Deutschen Handballbundes. „Diesen Rückenwind wollen wir in die Vorbereitung und dann auch in die EM mitnehmen. Wir sind ambitioniert, wissen aber auch, dass wir unsere maximale Leistung zeigen müssen, um gegen die besten Nationen der Welt bestehen zu können.“ 

Die Frauen-Nationalmannschaft startet ihre EM-Vorbereitung am Montag, 23. November, in Ludwigsburg. Teil der letzten Maßnahme vor der EHF EURO sind zwei Länderspiele gegen Frankreich. Die erste Neuauflage des WM-Halbfinals aus dem Jahr 2025 findet am Donnerstag, 26. November, um 19.30 Uhr in der Porsche-Arena in Stuttgart statt, es folgt ein zweiter Vergleich am Samstag, 28. November, um 15.30 Uhr in der ratiopharm arena in Neu-Ulm. Karten sind via dhb.de/tickets erhältlich.  

„Dass wir unsere EM-Vorbereitung in Ludwigsburg bestreiten und dann auch in Stuttgart und Neu-Ulm noch zweimal vor unseren Fans spielen, ist der perfekte Booster in Richtung EHF EURO“, sagt Anja Althaus, Nationalmannschaftsmanagerin. „Wir haben viele tolle Erinnerungen an diese Standorte, wollen die Begeisterung und die Unterstützung unserer Fans in den Spielen gegen Frankreich aufsaugen und so mit einem guten Gefühl in Richtung Bratislava reisen.“  

Am Mittwoch, 2. Dezember, reist die DHB-Delegation über Wien nach Bratislava zum Vorrundenstandort. Am Freitag, 4. Dezember, um 18 Uhr wartet zum EM-Auftakt Schweden (live im ZDF und bei Dyn). Es folgen weitere Gruppenspiele gegen Serbien (6. Dezember, 18 Uhr) sowie Gastgeber Slowakei (8. Dezember, 18 Uhr/beide Partien jeweils live in der ARD und bei Dyn). Spielstätte der deutschen Vorrundenspiele ist die Tipos Arena in der slowakischen Hauptstadt.  

Die besten zwei Mannschaften der Vorrundengruppe F qualifizieren sich für die Hauptrunde, die ab dem 11. Dezember in Katowice ausgetragen wird. Die Spodek Arena in Polen ist auch Austragungsort der Finalrunde der EHF EURO 2026.  

Das EHF EURO-Aufgebot der Frauen-Nationalmannschaft:  

Tor: Katharina Filter (Team Esbjerg/DEN), Sarah Wachter (Borussia Dortmund) 
Feld: Antje Döll (Sport-Union Neckarsulm), Alexia Hauf (HSG Blomberg-Lippe), Emily Vogel (FTC Budapest/HUN), Nieke Kühne (HSG Blomberg-Lippe), Alina Grijseels (Borussia Dortmund), Annika Lott (Brest Handball/FRA), Mareike Thomaier (Borussia Dortmund), Nina Engel (Gloria Bistrita/ROU), Viola Leuchter (Odense Handbold/DEN), Jenny Behrend (VfL Oldenburg), Farrelle Njinkeu (HSG Blomberg-Lippe), Lisa Antl (Borussia Dortmund), Marie Steffen (Rapid Bukarest/ROU), Ida Petzold (TuS Metzingen)