Gummersbacher U23 sichert sich in Neuss wichige Punkte
Gummersbacher U23 sichert sich in Neuss wichige Punkte
Die U23 des VfL Gummersbach hat am Samstagabend ihr Auswärtsspiel beim Drittligakonkurrenten Neusser HV mit 28:26 (13:15) gewonnen und sich damit zwei weitere wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt gesichert.
Unterstützung bekam die Mannschaft von Trainer Georgi Sviridenko erneut aus der Bundesligamannschaft, die derzeit wegen der Handball-WM in Katar Pause hat. Wie schon vor einer Woche gegen Gladbeck waren Simon Ernst und Alexander Becker mit von der Partie. An Stelle von Andreas Schröder kam Julius Kühn mit nach Neuss, der sich zehn Mal in die Torschützenliste eintragen konnte und damit bester VfL-Werfer war.
Doch die Partie war alles andere als ein Spaziergang. Neuss kämpfte mit viel Herz und wollte die beiden Punkte keinesfalls den Oberbergern überlassen. Und mit einem engagierten Publikum im Rücken wuchs die Mannschaft von Trainer Rene Witte über sich hinaus. Vor allem Thomas Bahn und, wie erwartet, ein nimmer müder Felix Handschke machten dem VfL das Leben schwer.
Torarm startete die Partie. Erst nach vier Minuten brachte Jan-Lars Gaubatz den VfL per Siebenmeter mit 1:0 in Führung. Bis zur 15. Minute entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der sich keines der Teams absetzen konnte. Entsprechend war der Spielstand: 4:4.Nachdem Gummersbachs Kreisläufer Alexander Becker für zwei Minuten auf die Bank musste, konnten sich die Hausherren einen kleinen Vorsprung erarbeiten, so dass es nach zwölf Minuten 12:9 für die Gastgeber stand.
Diesem Vorsprung lief der VfL auch zu Beginn der zweiten Hälfte immer noch hinterher. Und kaum nach dem Wiederanpfiff auf dem Platz, schickten die Unparteiischen Alexander Becker in der 33. Minute bereits zum dritten Mal von der Platte. Für ihn kam U23-Kreisläufer Alexander Arnold.
Es dauerte bis zur 38 Minute, ehe Julius Kühn zum 17:16 verkürzen konnte. Jetzt keimte im Gummersbacher Lager berechtigte Hoffnung auf den Ausgleich auf, den Philipp Jaeger dann auch nach 42 Minuten (19:19) erzielen konnte. Doch Neuss hatte in den folgenden Minuten das glücklichere Händchen und konnte bis zur 49. Minute mit drei Toren noch einmal gefährlich wegziehen. Ivan Kosic warf das viel umjubelte 24:21.
Drei Tore Rückstand und nur noch elf Minuten zu spielen: das sorgte für Sorgenfalten auf der Gummersbacher Bank, während Neuss schon von der Sensation träumte. Georgi Sviridenko holte seine Mannschaft in der Auszeit zusammen und gab die Order für die kommenden Minuten aus. In der Abwehr rührte der VfL – Simon Ernst und Julius Kühn im Innenblock, Marc Strohl und Alexander Arnold links und rechts daneben – Beton an. Bis zur 58. Minute blieb der HV ohne Torerfolg, während der VfL vorne mit Kühns Treffer zum 24:24 den erneuten Ausgleich in der 53. Minute klarmachte. Zweimal Kühn und einmal Arnold zum 27:24 für den VfL in der 58. Minute sorgten für einen beruhigenden Vorsprung, ehe Srdjan Predragovic das 28:26 klarmachte. Geduld und Ruhe bis zur letzten Minute zahlten sich für den VfL aus: Mit den zwei Punkten kletterte das Team von Georgi Sviridenko vom 14. auf den zwölften Tabellenplatz.
„Wir mussten uns, wie schon gegen Gladbeck, in der ersten Halbzeit erst einmal finden“, sagte Sviridenko nach dem Abpfiff. Die ersten 30 Minuten seien geprägt gewesen durch das Spiel von Individualisten. „Doch das hat sich nach dem Wiederanpfiff geändert. In der zweiten Halbzeit haben wir uns als Mannschaft präsentiert und standen auch in der Deckung deutlich kompakter. Und waren dabei auch deutlich aggressiver.“ Dadurch habe die Mannschaft dann auch einige wichtige Bälle gewinnen können, betonte der Trainer, der Torhüter Tom Landgraf dafür lobte, dass er der Mannschaft habe helfen können. Landgraf war mit Beginn der zweiten 30 Minuten für Nicholas Plessers gekommen. „Das hat dann als Paket gepasst.“ Und die Lücke, die Bundesligaprofi Alexander Becker nach seiner roten Karte hinterlassen habe, sei von Alexander Arnold gut geschlossen worden.
Tore VfL: Schröter (3), Kühn (10), Arnold (1), Jaeger (2), Gaubatz (5), Predragovic (3), Ernst (4).