Kleenheims überragende 6:0-Deckung zerlegt den 1. FC Köln
Kleenheims überragende 6:0-Deckung zerlegt den 1. FC Köln
Zum Start der Rückrunde in der 3. Liga West hat die SG TSG/DJK Bretzenheim, der Tabellenführer der 3. Liga West der Frauen, einen neuen ersten Verfolger erhalten. Und der heißt: SG Kleenheim. Das Team von Trainer Constantin Lazăr Cojocar zeigte gegen den bis dahin punktgleichen 1. FC Köln eine sehr starke Leistung und kletterte dank seines 26:17 (8:4)-Erfolges auf Rang zwei. Mit 22:6 Zählern liegen die Kleenheimerinnen drei Minuspunkte hinter Bretzenheim. „Unsere 6:0-Abwehr war entscheidend“, sagte der 44-jährige SG-Coach. „Wir haben eine so geile Abwehr gespielt, dass wir sogar den einen oder anderen Fehler im Angriff machen konnten.“
Für Motivation brauchte Constantin Lazăr Cojocar überhaupt nicht zu sorgen. Erstens wollte sich seine Mannschaft für ihre 20:22-Hinspielniederage revanchieren, und zweitens wollte sie ihren achten Sieg in Folge landen. Und dieses Vorhaben gelang der SG Kleenheim vor mehr als 200 Zuschauern in Oberkleen eindrucksvoll. Begeistert war der Trainer vor allem von den zweiten 30 Minuten. „Da haben wir noch besser gespielt als in der ersten Halbzeit“, erklärte Constantin Lazăr Cojocar. „Wir haben das Spiel kontrolliert, und auch die Zuschauer haben die ausgezeichnete Abwehrarbeit der Mannschaft honoriert. Köln hat in den vergangenen Spielen immer mehr als 30 Tore geworfen.“
In der ersten Hälfte war es noch so, dass auch die 6:0-Deckung des 1. FC Köln einen starken Eindruck hinterließ. Zumal Sophia Kochs – ebenso wie Lydia Sölva im Kasten der SG Kleenheim – nicht nur einmal glänzend parierte. Aber das Team aus der Domstadt schaffte es schon in diesem ersten Abschnitt nicht, so herausragend zu decken wie die Gastgeberinnen. Bei denen verdiente sich Abwehrchefin Tanja Schorradt, die in der 55. Minute wegen ihrer dritten Zeitstrafe die Rote Karte sah, neben Torhüterin Lydia Sölva ein Sonderlob. Nur vier Gegentreffer in 30 Minuten: Das nennt man wohl großartig.
Dank Kim Pappert – einmal aus dem Feld und einmal von der Siebenmeter-Marke – kam der 1. FC Köln nach der Pause noch einmal auf zwei Treffer heran (6:8). Doch in der Folge setzte sich die SG Kleenheim kontinuierlich ab. Als Linkshänderin Anna-Lena Leib in der 46. Minute bereits das 18:9 gelungen war, versuchte Kölns Trainerin Lyn Byl noch einmal, auf ihre Mannschaft einzuwirken. Doch sie musste dann schnell feststellen, dass ihre dritte Auszeit nichts gebracht hatte.
Als dann Sina Rühl einen Gegenstoß zur 25:14-Führung nutzte, lag die SG Kleenheim in diesem Verfolger-Duell, das längst kein Duell mehr war, sondern ein Schaulaufen des Tabellenzweiten, sogar mit elf Treffern vorne. Dass schon am kommenden Samstag (17. Januar, 19.30 Uhr) der nächste und damit neunte Sieg in Serie folgen wird, ist alles andere als unwahrscheinlich. Dann gastiert das Team von Trainer Constantin Lazăr Cojocar beim Tabellenvorletzten, Aufsteiger ASC 09 Dortmund.
SG Kleenheim: Sölva (1.-59.), Müller (59.-60. und bei einem Siebenmeter), Berger (n. e.) – K. Leib, Tietböhl (1), Schulz (5), Schorradt (1), Rühl (2), A.-L. Leib (3), Reeh (3/1), Wiener (4), Ringleb (6), Jensen (1).
1. FC Köln: Kochs (1.-40.), Krückemeier (40.-60.) – Jaquet (1), Dirks (1), Salz (2), Klingenberg, Flohr, Wagner (2), V. Idelberger, F. Idelberger (3), Pappert (6/2), Junke, Frank (2), Demmerath.