Präventionssymposium 2025 in Dortmund
Foto: Kenny Beele

Intensiver Austausch und neue Impulse

19.01.2026 | Verband

Teilnehmende und Organisatoren ziehen durchweg positive Bilanz des zweiten DHB-Präventivsymposiums 

Im Rahmen der Handball Frauen-Weltmeisterschaft 2025 fand am 06. Dezember im Kongresszentrum Dortmund das zweite Präventivsymposium des Deutschen Handballbundes (DHB) statt. Aufbauend auf dem Medizinsymposium 2023 setzte die Veranstaltung erneut Schwerpunkte auf Prävention, fachlichen Austausch und praxisnahe Inhalte rund um handballtypische Belastungen und Verletzungen. 

Mit 120 Teilnehmenden aus Sportmedizin, Physiotherapie und Athletiktraining war das Symposium bereits im Vorfeld ausgebucht. Die große Nachfrage verdeutlichte den Stellenwert des persönlichen Austauschs innerhalb des handballspezifischen Netzwerks. „Unser Ziel ist es, das Netzwerk noch weiter zu vertiefen und den Dialog untereinander sowie miteinander zu fördern“, betonte Dr. Philip Lübke, leitender Verbandsarzt des DHB und Mannschaftsarzt der Männer A-Nationalmannschaft. 

Bereits das erste Medizinsymposium 2023 hatte gezeigt, wie wichtig der direkte Austausch über Berufsgruppen hinweg ist. Zwar findet der fachliche Austausch im Alltag häufig über digitale Kanäle statt, persönliche Gespräche ermöglichen jedoch eine intensivere Auseinandersetzung mit komplexen Fragestellungen. Auch deshalb wurde entschieden, das Symposium im Zwei-Jahres-Rhythmus zu etablieren. 

Erstmals wurde das Präventivsymposium 2025 in Zusammenarbeit mit der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG), der gesetzlichen Unfallversicherung für bezahlte Sportlerinnen und Sportler, durchgeführt. Die offene Ausrichtung förderte Diskussionen, Rückfragen und die aktive Einbindung der Teilnehmenden. Inhaltlich stand die Prävention handballtypischer Verletzungen im Mittelpunkt, ergänzt durch übergreifende Themen wie Ernährung, Trainings- und Belastungssteuerung, psychologische Aspekte sowie Dopingprävention.  

Der erste Veranstaltungstag befasste sich unter anderem mit dem Verletzungsgeschehen im Handball, der Entwicklung eines handballspezifischen Agilitätstests für das Return-to-Play sowie mit dem verantwortungsvollen Umgang mit Schmerzmitteln. Besonders großen Zuspruch erhielt der Vortrag von DHB-Athletiktrainer Dr. Simon Overkamp zur Trainings- und Belastungssteuerung. 
„Der Vortrag war ein großer Gewinn, weil er aufgezeigt hat, wie gezielte Steuerung einen entscheidenden Beitrag zur Verletzungsprävention und langfristigen Leistungsfähigkeit leisten kann“, so Lübke.  

Am zweiten Tag rückten der Nachwuchs- und Frauenhandball in den Fokus. Diskutiert wurden unter anderem frühe Spezialisierung, geschlechterspezifische Gesundheitsaspekte, präventive Potenziale im Nachwuchs- und Profihandball sowie der Return-to-Competition nach Schulterverletzungen. Auch psychologische Fragestellungen, insbesondere die Sorge vor Wiederverletzungen, stießen auf großes Interesse. „Die psychologischen Vorträge waren mir persönlich sehr wichtig, weil sie verdeutlicht haben, welchen Einfluss mentale Faktoren auf Prävention, Rehabilitation und den erfolgreichen Wiedereinstieg in den Spielbetrieb haben“, erläuterte Lübke. 

Die Resonanz auf das Präventivsymposium 2025 war durchweg positiv. Vor allem der persönliche Austausch trug dazu bei, die interdisziplinäre Zusammenarbeit im DHB weiter zu stärken und wurde von vielen Teilnehmenden als großer Gewinn empfunden. 

Bereits jetzt blickt der DHB nach vorne: Das nächste Präventivsymposium ist für 2027 geplant und soll den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen. Aufgrund der großen Nachfrage nach weiterem Austausch wird es jedoch bereits im laufenden Jahr ein zusätzliches virtuelles Meeting geben, um den fachlichen Dialog fortzuführen und das Netzwerk weiter zu stärken.