Eine Allianz für den nächsten Schritt: DHB, HBL und Dyn treiben den Aufschwung des Handballs gemeinsam voran
Die Handball-EM 2026 mit der Silbermedaille hat den deutschen Handball im ganzen Land zum dominanten Gesprächsthema gemacht. Kurz vor dem Finaleinzug der Männer gewannen auch die Frauen bei der Heim-WM im Dezember Silber. Handball boomt: Sportliche Erfolge, hohe Reichweiten und eine neue mediale Präsenz haben in den vergangenen Monaten eine Dynamik entfacht, die weit über einzelne Turniere hinausgeht. Auf der SPOBIS Conference 2026 haben der Deutsche Handballbund (DHB), die Handball-Bundesliga (HBL) und Medienpartner Dyn deutlich gemacht: Dieser Aufschwung soll durch eine gemeinsame Allianz genutzt werden, um bis zur Heim-WM der Männer im kommenden Januar und darüber hinaus weitere Ziele zu erreichen.
„Ein sensationeller Winter mit zwei Silbermedaillen“, bilanzierte DHB-Vorstandsvorsitzender Mark Schober. Die Erfolge der Männer- und Frauen-Nationalmannschaften seien ein starkes Signal – sportlich wie emotional. Besonders bemerkenswert: Die Teams selbst hätten die Medaillen als großen Erfolg angenommen und gefeiert. „Man hat gemerkt, dass die Stimmung nach den Finalspielen gut war. Das zeigt, wie viel Selbstverständnis in diesen Mannschaften steckt.“
Gleichzeitig ordnete Schober ein: Turniere bleiben ein Wechselbad der Gefühle. Entscheidend sei nun, den Schwung mitzunehmen – auch mit Blick auf kommende Großereignisse wie die Weltmeisterschaft 2027. Der Nachwuchs im deutschen Handball biete dafür eine vielversprechende Basis, bei Frauen wie Männern.
Handball-EM 2026: Finale mit riesiger Reichweite
Dass der Handball derzeit eine breite Öffentlichkeit erreicht, belegen die Zahlen eindrucksvoll. Rund 13 Millionen Menschen sahen das EM-Finale vor dem Fernsehen, das entspricht 50 Prozent Marktanteil und sogar 63 Prozent Marktanteil in der jungen Zielgruppe. Schober spricht von einem „Lagerfeuer-Moment“. Besonders stark: der Marktanteil in jungen Zielgruppen. „Genau dort wollen wir hin. Handball soll wieder Teil der Alltagskultur werden – bei Formaten, über die gesprochen wird.“
Für Dyn-Gründer und -Gesellschafter Christian Seifert ist genau das der Kern des gemeinsamen Ansatzes. „Unser Ziel ist es nicht nur, Spiele zu zeigen, sondern Nachfrage zwischen den Spieltagen zu schaffen“, erklärte er. Zusammen mit Partnern wie Springer wolle Dyn Handball „auf die tägliche redaktionelle Agenda setzen“.
Das Konzept zahlt sich aus: Rekordreichweiten, auch bei Spielen ohne deutsche Beteiligung, eine starke Präsenz in klassischen und digitalen Medien sowie ein klar definiertes Profil als Plattform „von Sportfans für Sportfans“. „Handball ist nicht mehr auf der Abschussrampe, sondern die Rakete steigt“, so Seifert. Entscheidend sei nun, die nächsten 18 Monate konsequent zu nutzen – ähnlich wie nach der Fußball-WM 2006, als die Begeisterung direkt in die Stadien der Ligen getragen wurde.
HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann unterstrich die internationale Bedeutung der Bundesliga. „Die HBL ist die NBA des Handballs“, sagte er mit Blick auf die EM-Halbfinals, in denen 44 Spieler aus der Bundesliga standen. Stars wie Andreas Wolff seien nicht nur Gesichter der Nationalmannschaft, sondern auch Identifikationsfiguren ihrer Klubs. „Weltklasse findet Woche für Woche in unseren Hallen statt”, so Bohmann
Gemeinsam mit allen 36 Vereinen arbeite die HBL daran, diesen Rückenwind zu nutzen. Ziel sei es, Spieler stärker als Marken aufzubauen und ihre Geschichten zu erzählen – auch in neuen, hochwertigen Langformaten. „Wenn du groß werden willst, musst du groß denken“, so Bohmann.
DHB, HBL und Dyn: Eine offene Allianz mit gemeinsamen Zielen
Was alle drei Partner eint, ist der Wille zur Zusammenarbeit. „Die Kooperation mit dem DHB und der HBL ist konstruktiv und zielführend“, betonte Seifert. Dyn verfolge bewusst den Ansatz, möglichst viele Wettbewerbe des Handballs auf einer Plattform zu bündeln – etwas, das in dieser Form einzigartig ist.
Für den DHB ist diese Allianz ein zentraler Baustein der Zukunftsstrategie. „Wir stärken Angebote gemeinsam – mit der Liga, mit Dyn, mit den Klubs und auch mit den Spielern“, sagte Schober. Die jüngst verkündete Free-TV-Partnerschaft mit ProSieben.Sat.1, flankiert durch Dyn als Pay-TV-Partner, sei Ausdruck dieses Denkens. Für Fans bedeutet das: mehr Sichtbarkeit, mehr Inhalte, mehr Zugänge – von der Nationalmannschaft bis zur Liga.
Ob Nationalmannschaft, Bundesliga oder Frauenhandball: Die Zutaten sind da. Mit Blick auf die kommende Frauen-Europameisterschaft und neue mediale Formate herrscht Einigkeit, dass der Handball vor einer entscheidenden Phase steht. „Die Fans sind da. Jetzt müssen wir sie einsammeln und mitnehmen“, brachte es Seifert auf den Punkt.
Der deutsche Handball hat das Hallenlicht angeschaltet – nun geht es darum, die Bühne gemeinsam zu nutzen. DHB, HBL und Dyn verstehen sich dabei als Allianzpartner auf Augenhöhe. Mit offenem Austausch, klaren Zielen und dem Anspruch, den nächsten Schritt nicht nur zu formulieren, sondern auch zu gehen.