Bundestrainer Gislason nominiert Aufgebot für Dänemark-Spiele
Vergleiche mit Olympiasieger, Welt- und Europameister in Kopenhagen und Köln
Länderspiel-Doppelpack gegen Olympiasieger, Welt- und Europameister Dänemark: Die deutsche Handball-Nationalmannschaft erwartet im Mai die größtmögliche Herausforderung – und für die hat Bundestrainer Alfred Gislason am Dienstag 17 Spieler nominiert. Gislason versammelt sein Team ab Montag, 11. Mai, in Köln. Die Länderspiele gegen Dänemark werden in der Royal Arena in Kopenhagen (Freitag, 15. Mai, 19.30 Uhr) und in der LANXESS arena in Köln (Sonntag, 17. Mai, 15.30 Uhr) stattfinden. Zu sehen sein werden die Partien im Free-TV via ProSieben sowie über die Streamingplattform Joyn und den kostenpflichtigen Livestream-Anbieter Dyn.
Das große Leitthema der Nationalmannschaftswoche ist die weitere Vorbereitung auf die Heim-Weltmeisterschaft, die für Kapitän Johannes Golla und sein Team am 13. Januar in München beginnt und ab dem 20. Januar in Köln fortgesetzt wird. Der Spielort weckt Vorfreude. „Die LANXESS arena in Köln ist ein extrem wichtiger Standort für den gesamten Handball und damit auch für uns. Beim Final4 um den DHB-Pokal haben wir dort erst vor wenigen Tagen eine unglaublich positive Stimmung erlebt – und ich freue mich schon jetzt wieder auf eine volle Arena“, sagt Gislason.
Mehr ins Gewicht fallen für den Bundestrainer jedoch die sportlichen Facetten des Programms: „Dänemark und wir werden eine der letzten Gelegenheiten nutzen, um rund um den Stamm der jeweiligen Teams noch einmal etwas zu testen. Spiele gegen Top-Mannschaften zu haben, ist für uns sehr wichtig. Unter schwierigen Bedingungen können wir am besten lernen. Und dafür gibt es aktuell keinen besseren Gegner als Dänemark.“ Während Dänemarks Nationaltrainer Nikolaj Jacobsen erstmals Steven Plucnar, Frederik Bjerre und Victor Norlyk aufbietet, probt auch Gislason etwas Neues – unter anderem aufgrund des verletzungsbedingten Ausfalls von Julian Köster als zentralem Spieler in Abwehr und Angriff.
Mit Mittelmann Moritz Sauter steht der nächste U21-Weltmeister von 2023 vor seinem Debüt in der A-Nationalmannschaft. Dazu kommt Linksaußen Vincent Büchner. Im Vergleich zu den Ägypten-Länderspielen im März kehren Torwart Andreas Wolff, Rechtsaußen Lukas Zerbe, Mittelmann Nils Lichtlein und der Rückraumlinke Marko Grgic ins Aufgebot zurück.
Ingo Meckes, Vorstand Sport des Deutschen Handballbundes, sagt: „Wir haben etwas mehr Bewegung im Aufgebot, als wir uns das gewünscht haben, aber das hat auch gute Seiten, denn wieder können sich neue Kräfte in der Nationalmannschaft zeigen Der kommende Lehrgang eröffnet uns daher im Idealfall noch einmal weitere Alternativen, die wir bei Bedarf auch im Januar gut nutzen können.“
Training und Länderspiel in Köln sind auch unter logistischen Aspekten in vielerlei Hinsicht ein Probelauf. „Wir werden in Kombination mit dem Auswärtsspiel in Kopenhagen eine sehr straffe Woche vor uns haben“, sagt Nationalmannschaftsmanager Benjamin Chatton. „Mit der Intensität können wir sehr realistisch das WM-Programm simulieren und unsere Abläufe weiter schärfen.“
Das Aufgebot der deutschen Handball-Nationalmannschaft:
Tor: David Späth (Rhein-Neckar Löwen), Andreas Wolff (THW Kiel)
Feld: Vincent Büchner (ThSV Eisenach), Justus Fischer (TSV Hannover-Burgdorf), Tim Freihöfer (Füchse Berlin), Johannes Golla (SG Flensburg-Handewitt), Marko Grgic (SG Flensburg-Handewitt), Mathis Häseler (VfL Gummersbach), Tom Kiesler (VfL Gummersbach), Juri Knorr (Aalborg Handbold/DEN), Matthes Langhoff (Füchse Berlin), Nils Lichtlein (Füchse Berlin), Moritz Sauter (HSV Hamburg), Miro Schluroff (VfL Gummersbach), Franz Semper (SC DHfK Leipzig), Renars Uscins (TSV Hannover-Burgdorf), Lukas Zerbe (THW Kiel)