DHB nominiert Gerd Butzeck zur Wahl als IHF-Präsident
Kandidat beim Ende Dezember in Kairo stattfindenden Kongress
Gerd Butzeck soll beim 40. Ordentlichen Kongress der Internationalen Handball-Föderation für das Amt des Präsidenten kandidieren. Das Präsidium des Deutschen Handballbundes beschloss bei seiner Sitzung an diesem Samstag in Berlin, den 66-jährigen Butzeck als Kandidat für die Wahl zum Präsidenten des Weltverbands vorzuschlagen. Der IHF-Kongress findet vom 19. bis zum 22. Dezember in Kairo statt. Formal gemeldet werden müssen Kandidaten bis zum 21. September.
„Gerd Butzeck ist einer der erfahrensten und profiliertesten Handball-Funktionäre – global vernetzt und mit Einblicken in unseren Sport von der Basis bis zum absoluten Top-Level. Er besitzt die notwendige Gestaltungskraft für die weitere Professionalisierung des Handballsports“, sagt Andreas Michelmann, Präsident des Deutschen Handballbundes. „Wir möchten mit diesem Vorschlag der internationalen Handball-Familie eine Option anbieten, so die globale Zukunft des Handballs mitgestalten zu können. Zugleich sind wir Dr. Hassan Moustafa dankbar für alles, was er bisher für den Handball getan hat.“
Sportpolitische Erfahrungen sammelte Butzeck von 1992 bis 2002 als Vizepräsident des weißrussischen Verbandes sowie von 1993 bis 2006 als Mitglied verschiedenster Arbeitsgruppen in EHF und IHF. Von 2017 bis 2021 gehörte er der EHF-Exekutive an und war Vorsitzender des Professional Handball Board der EHF. Seit 2006 ist er Geschäftsführer der Group Club Handball und des Forum Club Handball, der Interessenvertretung der internationalen Spitzenvereine.
Butzeck hat im Handball in verschiedensten Funktionen Spuren hinterlassen: So war er beim TSV Milbertshofen einer der ersten professionellen Handball-Manager, zudem managte er die sowjetische Nationalmannschaft. Für den europäischen Verband EHF war Butzeck Delegierter in der Halle und auf Sand. Mehr als drei Jahrzehnte spielte er selbst in Solingen Handball und engagierte sich auch als Trainer; als Schiedsrichter schaffte er es bis in die Bundesliga, wo er 1986 jüngster deutscher Spitzenreferee war.
Der in Wuppertal lebende Butzeck ist studierter Lehrer für Mathematik, Russisch und Pädagogik. Von 1989 bis 2006 war er Geschäftsführer der Allstars Sports Promotions GmbH, die sich um Spielervermittlung, TV-Rechte und Vermittlung von Werbepartnern kümmerte. Seit 2013 fungiert er als Aufsichtsrat der EHF Marketing GmbH.