Dr. Wolf-Dieter Schmidt. - Foto: HVMV
Dr. Wolf-Dieter Schmidt. - Foto: HVMV

Nimmermüdes Urgestein des Handballs

03.04.2025 | Verband

 

DHB-Ehrenmitglied Dr. Wolf-Dieter Schmidt vollendet 90. Lebensjahr 

Der Greifswalder Dr. Wolf-Dieter Schmidt, langjähriger Präsident des Handballverbandes Mecklenburg-Vorpommern (HVMV) und Ehrenmitglied des Deutschen Handballbundes (DHB), vollendet am Freitag, dem 4. April 2025, sein 90. Lebensjahr. Der Jubilar feiert den runden Geburtstag in seiner Familie und mit dem engsten Freundeskreis.  

Wolf-Dieter Schmidt war von Oktober 1997 bis August 2014 ehrenamtlich als Präsident des HVMV und seit 1994 als Vizepräsident Aus- und Weiterbildung (Lehrwart) tätig. In dieser Funktion hatte er 20 Jahre lang die C- und B-Trainerausbildung sowie alle Weiterbildungen im Verband zu verantworten. Anlässlich des 11. Ordentlichen Verbandstages wurde er am 23. Juni 2018 in Neubrandenburg einstimmig zum Ehrenpräsidenten des HVMV ernannt – einhelliger Tenor unter den Delegierten und Gästen damals: „Wenn nicht er, wer sonst?“ Für seine ehrenamtlichen Verdienste um den (ost-)deutschen Handball hatte Schmidt bereits im Juni 2012 die DHB-Ehrennadel erhalten. 

Wolf-Dieter Schmidt gilt als „nimmermüdes“ Urgestein des Handballsports in Greifswald: Mit dem Beginn seines Sportstudiums 1953 an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald wurde er Mitglied der HSG Universität Greifswald und avancierte zum Garanten der Erfolgsgeschichte der HSG-Handballer. In über 1000 Spielen draußen auf dem Feld und in der Halle war Wolf-Dieter Schmidt bis in die DDR-Oberliga aktiv, er saß später viel Jahre als Trainer auf der Bank, pfiff als Schiedsrichter und kümmerte sich als engagierter Funktionär stets verlässlich „um den bürokratischen Kram“. Wolf-Dieter Schmidt war und gilt bis heute wie kein anderer als „der“ Motor des Greifswalder Handballsports über viele Jahrzehnte. 

Beruflich wirkte der Sportpädagoge Schmidt als Lehrer für Sport und Geographie sowie als Hochschullehrer in der Sportwissenschaft an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Hier unterrichte „Vietzer“, wie ihn alle Handball- und Sportfreunde in seiner Heimat nennen, Generationen von Sportstudierenden im Handball, aber zum Beispiel auch im Wintersport und in methodisch-didaktischen Lehrveranstaltungen. Schmidt war nach der Wende Mitgründer des Sportlehrerverbandes in Mecklenburg-Vorpommern und dessen langjähriger Vorsitzender. Selbst im hohen Seniorenalter blieb „Vietzer“ außerdem dem Tennissport und dem Skifahren aktiv verbunden. Der Sportförderverein Greifswald hat Wolf-Dieter Schmidt 2024 mit dem Goldenen Band, der höchsten Greifswalder Ehrung im Sport, für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit im Sport und der damit verbundenen beeindruckenden Lebensleistung geehrt. 

Im Mai 2015 wurde Dr. Wolf-Dieter Schmidt nach einem Beschluss des DHB-Bundesrat die Ehrenmitgliedschaft des DHB in Würdigung seiner hohen Verdienste für den Handballsport generell und mit Vereis auf seine herausragenden Tätigkeiten im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern verliehen: „Das Ehrenamt ist eine wunderbare Möglichkeit, etwas zurückzugeben für die vielen angenehmen Momente, die einem der Sport verschafft hat”, dankte der Geehrte in seiner kurzen Ansprache anlässlich der Verleihung. 

„Wolf-Dieter Schmidt ist ein Glücksfall für den Handball in unserer Region und für unseren Verband: immer zum Engagement bereit! Wir danken ihm für seine sportliche Lebensleistung und wünschen ihm für das neue Lebensjahrzehnt alles Gute, weiterhin stabile Gesundheit mit vielen schönen altersangemessenen Aktivitäten im Sport und anderswo“, gratuliert Jan Holze, Präsident des HVMV, seit 2020 im Hauptberuf tätig als Gründungsvorstand der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt in Neustrelitz im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte und damit selbst ein engagierter „Förderprofi“ des Ehrenamtes im Sport und in anderen Feldern unserer Gesellschaft. Vorstand und Präsidium des DHB schließen sich den zahlreichen Glückwünschen zum 90. Geburtstag von Dr. Wolf-Dieter Schmidt an. 

(Prof. Dr. Detlef Kuhlmann)