Claudius Beuthner war mit sechs Toren Deutschlands bester Schütze gegen die Schweiz. - Foto: René Weiss
Claudius Beuthner war mit sechs Toren Deutschlands bester Schütze gegen die Schweiz. - Foto: René Weiss

U18 fliegt in guter Verfassung zur EM

25.07.2026 | U-Teams

 

35:26-Sieg bei der Generalprobe gegen die Schweiz

Mit tosendem Beifall hat das Gelnhäuser Publikum die U18-Nationalmannschaft männlich in Richtung Serbien verabschiedet. Applaus, den sich die 16 Schützlinge von Erik Wudtke absolut verdienten. Vier Tage vor dem Auftakt der Europameisterschaft überzeugte die DHB-Auswahl beim 35:26 (16:15)-Sieg gegen die Schweiz. Gegenüber dem Vortag, als man die Eidgenossen in Biblis ebenfalls schon mit einer sehr ansprechenden Vorstellung mit 34:29 geschlagen hatte, legte man noch eine Schippe drauf. „Ich bin sehr zufrieden“, konstatierte der Bundestrainer, der den finalen Test auch nutzte, um noch einmal den Spielern eine Plattform zu bieten, die in Biblis weniger auf der Platte standen. Julius Eisend, Vincent Faciejew, Kalle Gaugisch und Tobias Dengler, die 24 Stunden zuvor zu gefallen wussten, wurden weitestgehend beziehungsweise komplett geschont. „Wir wissen, dass sie in EM-Form sind, aber das gilt für viele in unserem Team. Das Turnier kann kommen“, sieht Wudtke die Mannschaft auf einem guten Level.

Kurzfristig musste das Trainerteam mit Wudtke und seinem Co. Fabian Gramattke noch eine personelle Änderung im Aufgebot vornehmen. Weil Anton Kracht an Handbeschwerden laboriert, mit denen ein EM-Einsatz keinen Sinn macht, wurde für Rechtsaußen kurzfristig Tim Löhr nachnominiert, der am Samstagvormittag zum Team stieß.

Deutschland ging von Anfang an hohes Tempo und zeigte viel Zug zum Tor. Toma Gadza nutzte auf der rechten Seite die sich bietenden Räume, auch Kapitän Malte Elze am Kreis wurde immer wieder freigespielt. Aber die Schweiz blieb dran. Und nicht nur das. Als die Wudtke-Sieben nach dem 8:7 durch Claudius Beuthner, mit sechs Toren bester Schütze des Abends, sechs Minuten lang ohne Treffer blieb, drehten die Eidgenossen das Ergebnis (9:11, 19.). Doch die kleineren Formdellen im deutschen Spiele blieben nur von kurzer Dauer. Löhr glich zum 11:11 aus und Elze holte die Führung zurück. Wie schon in Biblis zeigte der U17-Weltmeister von 2025 vor der Halbzeitpause einen kleinen Lauf, weil die Chance auf das 17:14 jedoch keinen Erfolg einbrachte, blieb’s auch nach 30 Minuten beim Stand von 16:15 für die Deutschen eng.

„Wie die Mannschaft dann aus der Kabine gekommen ist und wie schnell sie das Angesprochene umgesetzt hat, hat mich beeindruckt“, kommentierte der Bundestrainer den 3:0-Blitzstart mit drei Gegenstoßtoren durch Löhr, Beuthner und Moritz Detlefsen. Im Innenblock der Deckung bildeten Detlefsen und Constantin Minning ein starkes Duo, sodass die Schweiz fast nur noch aus schwierigen Positionen zum Abschluss kam. Und aus diesen war immer wieder Schlussmann Tjorven Knackstedt auf dem Posten. Das Umschaltspiel ermöglichte einige einfache Treffer, auch aus dem Positionsangriff heraus zeigte die DHB-Auswahl bis zum Schluss viel Durchschlagskraft. Mit diesen Qualitäten baute man den Vorsprung konstant aus bis zum deutlichen 35:26-Endstand. „Wir können auf einen sehr gut verlaufenen letzten Test zurückblicken“, resümierte Wudtke. Am Montagvormittag wir die Mannschaft in Frankfurt eine letzte Einheit absolvieren, ehe es am Nachmittag mit dem Flugzeug nach Serbien geht.

Deutschland: Dengler, Knackstedt – Löhr (4), Brigzinsky (1), Beuthner (6), Pöthke (4), Meißner (2), Gaugisch (1/1), Faciejew, Kretzschmar, Strobel (1), Eisend, Gadza (5), Elze (4), Minning (3), Detlefsen (4).