Training in Burgdorf. - Foto: Christian Cramer
Training in Burgdorf. - Foto: Christian Cramer

„Kroatien auswärts optimaler Gegner“

05.01.2026 | Männer

 

Vorbereitung auf die EHF EURO 2026 in Hannover gestartet / Nationalmannschaftsmanager Chatton zum Auftakt

Auch die herausfordernden Wetterverhältnisse konnten der deutschen Handball-Nationalmannschaft letztlich nichts anhaben. Am Sonntagnachmittag stießen mit den Linksaußen Rune Dahmke und Lukas Mertens die letzten beiden Spieler zum Team von Bundestrainer Alfred Gislason, so dass die erste Trainingseinheit des neuen Kalenderjahres in Burgdorf wie geplant mit dem kompletten 18er-Kader stattfinden konnte. Bereits am Donnerstag steht in Zagreb gegen den WM-Zweiten Kroatien das erste Länderspiel auf dem Programm (20.30 Uhr, sportschau.de), das Rückspiel folgt am Sonntag ab 18.05 Uhr in der ZAG Arena Hannover (live in der ARD). Nationalmannschaftsmanager Benjamin Chatton gibt einen aktuellen Einblick.

Wie sind die Eindrücke von der Nationalmannschaft im ersten Training des Jahres?
Chatton: Die Anreise stellte für den einen oder anderen eine größere Herausforderung dar. Die Schneeverhältnisse sind uns nicht entgegengekommen. Nichtsdestotrotz machen alle Jungs einen guten und frischen Eindruck – und das macht Lust auf mehr.

Das heißt, der erste Teil des großen Plans, den Spielern mit späterem Lehrgangsstart mehr Frische mit auf den Weg zu geben, ist offenbar aufgegangen?
Chatton: So scheint es. Neben der Einheit heute stehen am Montag und Dienstag noch jeweils zwei Einheiten auf dem Plan. Dann werden die Beine nach der Pause sicherlich etwas schwerer sein. Daher können wir nach dieser ersten Phase die Frage besser beantworten.

Das Programm der kommenden Tage wird jedenfalls intensiv und wechselhaft.
Chatton: Das ist richtig. Wir sind die nächsten zwei Tage in Hannover, dann für rund zweieinhalb Tage in Zagreb und im Anschluss drei Tage wieder in Hannover. Das ist auch ein Teil Grundlage, den Jungs über den Jahreswechsel zwei Tage mehr freizugeben, um bewusst sehr konzentriert zu arbeiten. Am 13. Januar folgt bereits die Abreise nach Silkeborg, sodass wir die längste Phase an einem Ort bei der EM in Dänemark erleben werden.

Warum lohnt es sich, gegen Kroatien das Erlebnis Auswärtsspiel in Zagreb zu haben?
Chatton: Wir gehen davon aus, dass wir eine ähnliche Atmosphäre auch in Dänemark erfahren werden. Wir werden dort auch Phasen haben, wo wir viel Gegenwind bekommen oder zumindest weniger Unterstützung als bei einem Heimspiel haben werden. Und das wird uns auch in Zagreb erwarten. Kroatien ist deshalb auch gerade auswärts ein optimaler Vorbereitungsgegner, gegen den wir direkt in den EM-Modus kommen müssen und auch hoffentlich direkt die nötige Präsenz an den Tag legen können.

Und am Sonntag folgt dann die Kombination aus spielerischer Härte und emotionalem Push mit Heimpublikum.
Chatton: Wir haben die große Freude, uns mit einem Heimspiel in Hannover in der ZAG Arena von unserem Publikum verabschieden zu können. Das ist ein toller Härtetest zum Abschluss. Alfred Gislason wird sich ein paar Tage später entscheiden müssen, welche 16 der aktuell 18 Spieler er für das erste Spiel gegen Österreich nominiert. Und da möchte natürlich jeder nicht nur in der Jyske Bank Boxen sein, sondern dann auch im Kader zu stehen.